Bundesliga

WAC und LASK um gute Startposition für ihre Gruppen

Als Mannschaften zweier bald getrennter Welten bestreiten der WAC und der LASK den Abschluss des Grunddurchgangs in der Fußball-Bundesliga. Die Wolfsberger gehören auch im vierten Jahr des aktuellen Liga-Formats zu den Top-Sechs und könnten bei entsprechendem Verlauf am Sonntag (17.00 Uhr) als Zweiter und damit so gut platziert wie nie in die Meistergruppe starten. Für den LASK geht die verpatzte Liga-Saison in der Qualifikationsgruppe weiter.

Tai Baribo war im ersten Duell der Matchwinner SN/APA/EXPA/JOHANN GRODER/EXPA/JOHA
Tai Baribo war im ersten Duell der Matchwinner

Zumindest Platz drei (wie 2019) ist für den WAC bereits vor der Liga- und Punkteteilung fix. Wollen die Lavanttaler sogar als erster Salzburg-Verfolger ins zehn Spiele umfassende Meisterschaftsfinale starten, müssen sie allerdings gewinnen und Sturm Graz bei den um die Meistergruppenteilnahme kämpfenden Riedern verlieren.

Die Kärntner Vorbereitung verlief durch die verlegte Cup-Partie gegen Salzburg ausgedehnter und machte zudem den traditionellen Heringsschmaus in der Lavanttal Arena möglich. Als Jausengegner sieht Trainer Robin Dutt den LASK natürlich nicht. "Der LASK gehört von den Spielern her eigentlich zu den Top-Vier-Mannschaften in Österreich. Dass der LASK nicht in der Meistergruppe dabei ist, ist sicher eine sehr, sehr große Überraschung."

Eine gewisse Enttäuschung darüber werde bei den Linzern mitspielen, mutmaßte Dutt. "Inwiefern sie aber die Leistung beeinträchtigt, kann ich nicht sagen." Er bereitet sein wieder mit Mario Leitgeb, dafür ohne den gesperrten Dominik Baumgartner auflaufendes Team auf die übliche Tempobolzerei gegen den LASK vor. "Linz spielt immer gleich. Viel auf Balljagd, viel auf hohes Pressing und mit dem Versuch, zu schnellen Strafraumaktionen zu kommen."

Die 0:1-Niederlage seines Teams bei der Wiener Austria führte Dutt unter anderem auf zu viele einfache Ballverluste und Fehler in der Rückwärtsbewegung zurück. "Wir haben zu viel direkte Konter zugelassen, was gegen den LASK sicher auch gefährlich ist, weil sie auch ein sehr aggressives Pressing spielen."

Für den LASK war das 0:0 gegen Salzburg laut Trainer Andreas Wieland eine der "besten Saisonleistungen", zu wenig, um noch die kleine Chance auf die Top sechs aufrecht zu erhalten. "Das ist enttäuschend, wir können das Rad der Zeit aber nicht zurückdrehen", sagte der Trainer. Die Gegenwart vor der Zukunft Qualifikationsgruppe heißt WAC, ehe am kommenden Donnerstag das Achtelfinal-Hinspiel in der Conference League bei Slavia Prag auf dem Programm steht.

Wieland sieht sein Team ungeachtet des Liga-Rückschlags auf einem "sehr guten Weg". "Jetzt wollen wir den Grunddurchgang mit einer guten Leistung in Kärnten abschließen." Im Lavanttal haben die Linzer bisher keines ihrer acht Spiele verloren (fünf Siege, drei Remis). Der zuletzt erkrankte Stoßstürmer Marko Raguz steht wieder im Aufgebot der Athletiker. Das erste Saisonduell gewann der WAC durch ein Tor von Tai Baribo mit 1:0.

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