Bundesliga

WAC und St. Pölten mit richtungsweisendem Duell in Rückrunde

Sie sind die Überraschungsteams der ersten Hälfte des Grunddurchgangs in der Fußball-Bundesliga. Der WAC und der SKN St. Pölten wollen ihre Hoffnungen auf den Einzug in die Meisterrunde der Top 6 beim Start in die Rückrunde am Sonntag (14.30 Uhr) untermauern. "Das ist eine richtig aussagekräftige Partie", meinte WAC-Trainer Christian Ilzer.

Ilzer warnte vor starken St. Pöltnern SN/APA/HERBERT P. OCZERET
Ilzer warnte vor starken St. Pöltnern

Als Tabellenfünfter liegen die Kärntner derzeit sechs Punkte hinter St. Pölten. Ilzer warnte vor den Niederösterreichern, die nicht zu Unrecht auf Rang zwei liegen würden. "Zweiter ist man nicht nur, weil man einen Lauf hat." Stattdessen würden die St. Pöltner über ein "sehr stabiles Konstrukt" verfügen, mit Pak Kwang-ryong und Rene Gartler über "zwei Topstürmer" und mit Roko Mislov über einen Leader, der in der Liga seinesgleichen suche.

"Wir brauchen ein schnelles, aktives Spiel. Wir müssen versuchen, enormen Stress auf sie auszuüben, um sie aus der Balance zu bringen", meinte Ilzer. Große Veränderungen in der Spielanlage der St. Pöltner unter Neo-Trainer Ranko Popovic erwartet der WAC-Coach erst, wenn die Ergebnisse längerfristig ausbleiben sollten. Das erste Spiel unter dem Nachfolger von Dietmar Kühbauer hatte der SKN vergangene Woche in Mattersburg mit 0:2 verloren.

Allerdings sind auch beim WAC zuletzt die Ergebnisse ausgeblieben. Drei Spiele bzw. über einen Monat warten die Kärntner auf einen Sieg. "Auch in diesen Phasen müssen wir fleißig bleiben", betonte Ilzer. Das obere Play-off bleibe das Ziel - wenn auch ein sehr, sehr hochgestecktes. "Das ist nicht etwas, das man einfach so aus dem Ärmel schüttelt. Da muss alles top sein, da muss jeder für sich im Grenzbereich performen." Der neue Ligamodus würde in der Rückrunde des Grunddurchganges jedenfalls zusätzliche Brisanz bringen.

Zum Saisonauftakt im Juli hatte der WAC in St. Pölten im Finish eine 3:2-Führung aus der Hand gegeben und noch 3:4 verloren. "Das ist lange vorbei", sagte Ilzer, verwies aber auch darauf, dass sich seine Mannschaft seither weiterentwickelt habe. Nach dem SKN warten am Mittwoch das Cup-Achtelfinale gegen Rapid und ein Liga-Gastspiel bei der Austria. Ilzer: "Das sind große Aufgaben für uns. Aber ich denke, wir sind eine Truppe, die an großen Aufgaben wächst."

19 Ligatore hat der WAC in dieser Saison bereits erzielt - nur Meister Salzburg (27) mehr. "Sie verlieren in ihren Angriffen nicht viel Zeit", warnte Popovic, der sich von seinem Team künftig mehr spielerische Akzente erhofft. "Ich möchte mehr Organisation, mehr Ballbesitz sehen." Bei seiner Premiere in Mattersburg sei das noch nicht gelungen. Da hatte der Tabellenzweite aber noch im selben System wie unter Kühbauer agiert.

"Ich bin zufrieden mit allem, was positiv kommt", sagte Popovic vor dem zweiten Auswärtsspiel in Folge, in dem er seinen ersten Punktgewinn im Visier hat. "Nur verteidigen und mit zwei, drei Spielern nach vorne agieren will ich in Zukunft nicht", erklärte der einstige Schüler von Trainerlegende Ivica Osim. "Aber jetzt muss ich mich anpassen."

Die defensive Fünferkette würde Popovic lieber als Dreierkette interpretieren, die Außenverteidiger Sandro Ingolitsch und Manuel Haas also weiter nach vorne bringen. Ingolitsch soll nach seinem in Mattersburg erlittenen Nasenbeinbruch mit einer Maske einlaufen, Haas nach einer Knöchelverletzung wieder zur Verfügung stehen. Innenverteidiger Daniel Drescher ist gegen seinen Ex-Club wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel fraglich. Popovic: "Ich verlasse mich auf die Ärzte, riskieren werden wir nichts."

Quelle: APA

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