Bundesliga

WAC will "ernsthaften Titelkandidaten" LASK voll fordern

Nicht zuletzt dank der Punkteteilung gilt der LASK zumindest zum Start der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga als "ernsthafter Titelkandidat". So jedenfalls sieht es Christian Ilzer, der mit seinem WAC am Sonntag (14.30) die Linzer im Lavanttal empfängt. Vier Punkte fehlen dem LASK vor den letzten zehn Partien auf Leader Salzburg, Trainer Oliver Glasner will vom Titel freilich nichts wissen.

Der LASK könnte Salzburg gefährlich werden SN/APA/STIPLOVSEK DIETMAR
Der LASK könnte Salzburg gefährlich werden

Der LASK geht mit einer Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage ins Duell mit den "Wölfen". Das war den Linzern in der Bundesliga-Geschichte zuvor nur in der Saison 1979/80 gelungen, als man 13 Mal in Folge ungeschlagen blieb. 2018/19 setzten sich die "Athletiker" gegen den WAC zuhause mit 2:0 durch, in der Fremde musste man sich im bisher letzten Spiel gegen die Kärntner Anfang Dezember mit einem 1:1 bescheiden.

Auch ein Grund, warum Glasner vor dem Aufeinandertreffen warnte. "Der WAC ist ein sehr unangenehmer Gegner, spielt sehr aggressiv und macht die Räume sehr eng. Das wird nicht leicht", erklärte der Oberösterreicher, der mit Ausnahme von Oh In-pyo auf alle seiner Kicker zurückgreifen kann. Mit Titelträumen will er sich ohnehin nicht beschäftigen, einmal mehr bekräftigte er sein Credo: "Wir müssen uns auf das konzentrieren, was wir brauchen, um erfolgreich zu sein." Und das sei eben immer das nächste Spiel.

Dort will Ilzer den Gästen das Leben einmal mehr schwer machen. Auch wenn er sich der LASK-Qualitäten bewusst ist. "Sie haben unglaublich gute Automatismen. Die Formation ist am Papier stets die gleiche, sie sind in sich aber sehr flexibel. Keine andere Mannschaft nützt es so gut aus, wenn du etwas anbietest", meinte der 41-Jährige. Er verwies aber auf die bisherigen Saisonduelle. "Wir haben in beiden Partien in vielen Phasen auf Augenhöhe agiert. Im ersten Spiel war der LASK einfach das effizientere Team."

Für WAC-Kapitän Michael Liendl ist vor dem Start der zweiten Saisonphase eines klar: "Wir werden kein Kanonenfutter sein, sondern wollen in dieser Gruppe eine Rolle spielen und Spiele gewinnen", erklärte der Routinier, mit 17 Punkten gemeinsam mit Salzburgs Munas Dabbur und noch vor den beiden LASK-Akteuren Joao Victor und Thomas Goiginger (je 15) Topscorer der Liga. "Von Platz drei bis sechs ist natürlich alles möglich, aber wir wollen uns nach oben orientieren und nicht nur hoffen, dass wir nicht Letzter werden."

Quelle: APA

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