Bundesliga

Wolfsberg bei Sturms Abschiedsparty unter Druck

Vizemeister Sturm Graz kann am Sonntag (17.00 Uhr) beim Saisonabschied vor vollem Haus befreit aufspielen, für den gastierenden WAC hingegen steht viel auf dem Spiel. Nach einem schwachen Frühjahr in der Fußball-Bundesliga wackelt Platz vier und damit das fixe Europacupticket. Selbst Platz fünf könnte man noch verlieren. Trainer Robert Dutt übte sich wie gewohnt in Zurückhaltung: "Irgendeine Form des Drucks ist immer da."

WAC-Coach Dutt muss heult mit den "Wölfen" SN/APA/GERT EGGENBERGER
WAC-Coach Dutt muss heult mit den "Wölfen"

Bei einem Sieg und gleichzeitigem Punkteverlust der Klagenfurter im Heimspiel gegen die Wiener Austria wäre zumindest Platz fünf und damit die Teilnahme am Europacup-Play-off gesichert, selbst Platz drei ist zwei Runden vor Schluss freilich noch in Reichweite. Rapid hält als Dritter bei 25 Punkten, dahinter liegen die Wiener Austria (4./23 Punkte), der WAC (5./22) und Klagenfurt (6./20). Sechs Niederlagen kassierten die Kärntner in den bisherigen acht Spielen der Qualigruppe, zuletzt ein 0:4 in Salzburg. Nach der Punkteteilung gleichauf mit Sturm, muss man nun zittern.

Mediales Thema waren in den vergangenen Wochen weniger mögliche Erfolge denn die bevorstehenden Abgänge von Regisseur Michael Liendl und Co. Es kann also eigentlich nur noch besser werden im Finish. "Wir sind zurzeit am Boden", redete Goalie Alexander Kofler in Salzburg Klartext, Dutt versuchte hingegen, die Negativspirale zu stoppen. Schließlich sei man nicht immer das schlechtere Team gewesen. "Wir werden uns nicht mit Negativem beschäftigen, weil dieses Ziel sonst nicht möglich ist", meinte er im Hinblick auf das EC-Ticket.

Sturm fiebert indes einer Art Abschlussparty mit rund 16.000 Zuschauern entgegen. "Das letzte Heimspiel vor vollem Haus ist schon eine besondere Sache. Das ist die Bestätigung der guten Saison", sagte Erfolgscoach Christian Ilzer. Der Steirer, der das Frühjahr (sechs Siege in acht Spielen) stets als "Erntezeit" bezeichnet hatte, hat noch nicht genug. "Es gilt noch weiter zu ernten, wir wollen Siege auch in den letzten beiden Partien", betonte der 44-Jährige. "Ich spüre im Training noch Hunger, Gier und die Anspannung. Ich will, dass jeder ans Limit geht."

Der Gegner habe derzeit zwar "nicht die Überserie", verfüge aber über einen klaren Spielstil. "Sie sind im letzten Drittel sehr stark und haben viele schön herausgespielte Tore erzielt. Das ist eine absolute Topmannschaft, aktiv und mit einzelnen guten Schlüsselspielern", charakterisierte Ilzer die "Wölfe". Große Rotation sei für ihn kein Thema. "Die Formation wird einlaufen, die an diesem Tag die beste ist", so Ilzer, der zum Saisonabschluss gegen bei der Wiener Austria laut eigenen Angaben sogar wieder Otar Kiteishvili (Muskelverletzung in der Wade) im Kader haben könnte.

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