Bundesliga

WSG Tirol bleibt erfolgreich - WAC wieder auf Siegerstraße

Der WAC hat das Debakel in der Vorwoche gegen die WSG Tirol schnell verdaut. Die Kärntner feierten am Samstag in der Fußball-Bundesliga einen 1:0-Auswärtssieg gegen die Admira und schoben sich damit zumindest vorerst an die zweite Stelle. Ebenfalls im Vorwärtsgang befinden sich die Wattener, die nach dem Erfolg gegen den WAC nun mit einem 3:0 in Altach den nächsten überzeugenden Dreier einfuhren.

Wieder schoss Vrioni die WSG ins Glück SN/APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER
Wieder schoss Vrioni die WSG ins Glück

Für die WSG avanciert derzeit Giacomo Vrioni fast zum Alleinunterhalter. Die Leihgabe von Juventus Turin traf auch gegen die Vorarlberger doppelt und hält nun bei neun Saisontoren, sechs davon bei seinen jüngsten vier Einsätzen. Nur Salzburgs Karim Adeyemi war mit elf Treffern bisher erfolgreicher.

Es wäre aber unfair, den Sieg in Altach nur an Vrioni festzumachen, eine geschlossene Mannschaftsleistung sorgte für den ungefährdeten Sieg. "Bis auf die Viertelstunde vor der Pause war es ein überragender Auftritt meiner Mannschaft", sagte Trainer Thomas Silberberger, der wegen einer Corona-Infektion im "Ländle" von Co-Trainer Martin Svejnoha an der Seitenlinie ersetzt wurde.

In der Tiroler Mannschaft zeigte auch der Torschütze zum 2:0, Valentino Müller, auf. Der bei Altach fußballerisch großgewordene Mittelfeldspieler traf zum zweiten Mal en suite und sah den Aufwärtstrend mit dem zweiten Sieg hintereinander bestätigt: "Mich persönlich freut es natürlich, dass es jetzt bereits zum zweiten Mal in Folge mit einem Tor geklappt hat - aber viel glücklicher macht mich der zweite Sieg in Folge. Ich glaube, wir haben die Leistung der letzten Woche bestätigt."

In Altach hingegen stehen wohl ein paar unangenehme Tage bevor. "Ich bin extrem enttäuscht über die Art und Weise, wie wir heute agiert haben. Das kann ich so nicht stehen lassen", meinte Trainer Damir Canadi nach der Partie. Das Tabellenschlusslicht zeigte nur nach dem 0:1 für rund fünf Minuten Torgefahr. Der Rest des schwachen Auftritts war auch für Canadi "nur schwer zu verstehen". Die nächste Chance, zurück in die Spur zu finden, gibt es am Mittwoch im Nachtragsspiel gegen Sturm Graz.

Nur zwei Punkte vor dem Schlusslicht aus Vorarlberg liegt die Admira an der zehnten Stelle. Hatten die Südstädter vor einer Woche noch mit einem 0:0 bei Red Bull Salzburg Zuversicht getankt, folgte nun die Ernüchterung in Form eines Heim-0:1 gegen den WAC. "Uns fehlt die Schlitzohrigkeit in der Offensive und Defensive", lautete die Bestandsaufnahme von Trainer Andreas Herzog.

Der ÖFB-Rekordteamspieler ging nach dem Schlusspfiff in die Gästekabine, um sich nach dem Gesundheitszustand von Jonathan Scherzer zu erkundigen. Philipp Schmiedl hatte den Verteidiger schwer gefoult und dafür Rot gesehen. WAC-Coach Robin Dutt rechnete Herzog diese Aktion hoch an und hatte auch sonst lobende Worte für den Gegner parat. "Die Admira hat in der Defensive eine gute Leistung gebracht." Dennoch sei der Sieg seiner Truppe verdient gewesen, betonte der Deutsche.

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