Bundesliga

WSG Tirol vor "zwei absoluten Bonusspielen" gegen Rapid

Die WSG Tirol spekuliert im Europacup-Play-off der Fußball-Bundesliga mit dem großen Wurf. Nach dem 2:1-Heimsieg am Montag im Semifinale gegen den LASK geht es am Donnerstag wieder in Innsbruck und am Sonntag in Wien gegen Rapid um die erste Europacup-Teilnahme der Vereinsgeschichte. Die Linzer hingegen sind zum ersten Mal seit 2017/18 nicht international vertreten.

Silberbergers WSG Tirol greift gegen Rapid nach Europacup-Ticket SN/APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER/EXPA
Silberbergers WSG Tirol greift gegen Rapid nach Europacup-Ticket

Während für die Oberösterreicher eine enttäuschende Saison ein bezeichnendes Ende fand, befinden sich die Wattener in einem "Flow", wie Goalie Ferdinand Oswald auf Sky erklärte. "Bei uns gehen viele Sachen auf, die früher nicht aufgegangen sind. Wir haben einen klaren Plan und können ihn gut umsetzen." Nun befinde man sich in einer reizvollen Situation. "Wir dürfen diese Spiele spielen, Rapid muss sie spielen", sagte Oswald.

Auch Trainer Thomas Silberberger sieht seine Truppe in einer psychologisch günstigen Ausgangsposition. "Wir müssen schauen, schnellstmöglich zu regenerieren. Da hat Rapid einen Vorteil, weil uns heute extrem viel abverlangt worden ist. Aber der schwere psychologische Rucksack steht in Hütteldorf und nicht in Tirol", betonte der Tiroler und sprach von "zwei absoluten Bonusspielen. Wir können alles gewinnen, und wenn nicht, haben wir eine fantastische Saison gespielt."

Dabei waren die Wattener in den ersten acht Runden dieser Spielzeit sieglos geblieben. "Wir haben uns im Lauf des Jahres von einem Sauhaufen zu einer Mannschaft entwickelt. Wir leben unseren Traum weiter. Jetzt sind wir dort, wo es uns keiner zugetraut hätte", erklärte Silberberger.

Ein Erfolgsgarant der WSG ist Stürmer Giacomo Vrioni, der gegen den LASK mit einem Tor und einem Assist überzeugte. "Doch ich will nur der Mannschaft helfen, denn ohne die Mannschaft kann auch ich nichts machen", sagte der 23-Jährige, der nach seinem 18. Saisontor in der Schützenliste nur noch einen Treffer hinter Spitzenreiter Karim Adeyemi liegt. "Ich bin überzeugt, den einen wird er gegen Rapid machen", prophezeite Silberberger.

LASK-Trainer Dietmar Kühbauer geht allerdings von einem Sieg seines Ex-Clubs aus. "Der Druck liegt bei Rapid, aber ich glaube auch, dass sich Rapid durchsetzen wird, weil sie mehr Qualität haben", meinte der Burgenländer. Im vierten Match seiner Amtszeit kassierte der LASK die erste Niederlage - und das nicht unverdient, wie Kühbauer gestand. "In der ersten Hälfte waren wir weit weg davon, was wir spielen können, da waren wir in den Zweikämpfen kaum existent."

Laut Kühbauer gab die Leidenschaft den Ausschlag zugunsten der Tiroler. "Sie sind aufgestiegen, nicht weil sie besser waren, sondern weil sie mehr Herz reingetan haben." Für die kommende Spielzeit gelobte Kühbauer Besserung. "Ich kann garantieren, dass es in der nächsten Saison nicht so sein wird wie heute", sagte der Ex-Teamspieler und versprach: "Wir werden es garantiert ins obere Play-off schaffen."

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