Fußball

Chapecoense bekommt Südamerika-Cup-Titel zugesprochen

Nach der Absturztragödie in Kolumbien ist der brasilianische Fußballverein AF Chapecoense zum Titelträger des diesjährigen Südamerika-Cups, der Copa Sudamericana, ernannt worden. Das teilte der südamerikanische Fußballverband Conmebol am Montag in der paraguayischen Hauptstadt Asuncion mit. Damit wurde einem Antrag des Finalgegners Atletico Nacional Medellin stattgegeben.

Chapecoense bekommt Südamerika-Cup-Titel zugesprochen SN/APA (AFP)/ODD ANDERSEN
Eidur Gudjohnsen würde für die Brasilianer spielen.

Dieser erhalte für diese besondere Form des Fair Play eine Prämie von einer Million US-Dollar. Chapecoense bekommt zwei Millionen US-Dollar Preisgeld.

Unterdessen hat der isländische Fußballer Eidur Gudjohnsen angeboten, für Chapecoense die Stiefel zu schnüren zu wollen. "Aus Respekt würde ich für @ChapecoenseReal spielen, wenn sie einen Platz für mich haben", teilte der aktuell vereinslose 38-Jährige via Twitter mit. Vor dem Isländer hatte auch schon dessen ehemaliger Barcelona-Teamkollege Ronaldinho dem Club aus Südbrasilien seine Hilfe in Aussicht gestellt.

Nur drei der Chapecoense-Profis, die auf dem Weg zum Copa-Sudamericana-Finale gegen Atletico Nacional in Medellin waren, haben den Absturz der Chartermaschine vom Typ British Aerospace 146 in der Nacht auf Dienstag der Vorwoche überlebt. Insgesamt starben 71 Menschen. Die Absturzursache war Treibstoffmangel.

Der argentinische Fußball-Verband will nach der Absturztragödie von Chapecoense seine Reiserichtlinien für die Nationalmannschaft um Superstar Lionel Messi überarbeiten. Der AFA verhandelt nun mit der nationalen Fluggesellschaft Lineas Argentinas betreffend Transport-Vertrag.

Der Verband will neue Kontrollmechanismen betreffend Airlines und Flugzeuge, um die Sicherheit zu erhöhen. Denn Messi und Co. waren am 14. November mit jener Maschine geflogen, die am vergangenen Montag auf dem Weg nach Medellin in Kolumbien wegen Treibstoffmangels abgestürzt ist.

Die argentinischen Kicker fliegen normalerweise mit der privaten Airline Andes, die allerdings wegen Wartungsarbeiten kein Flugzeug zur Verfügung hatte. Deshalb stieg man auf die bolivianische Fluglinie Lamia um. Aufgrund von Turbulenzen und Luftlöchern haben sich auf diesem Flug mehrere Spieler, darunter Messi, übergeben müssen.

Quelle: Apa/Ag.

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