Fußball

Clevere Grödiger jubelten über Derbysieg

Anif spielte, die Gäste erzielten die Tore. Im Spitzenspiel der Regionalliga West setzte sich die Fötschl-Elf mit 3:1 durch.

Clevere Grödiger jubelten über Derbysieg SN/krugfoto/Krug Daniel jun.
Telat Ünal traf per Kopf zum 2:0 für Grödig.

Der SV Grödig bleibt in der Fußball-Westliga das Maß der Dinge. Im Salzburger Derby siegte das Team von Trainer Andreas Fötschl am Sonntag mit 3:1 (1:0) und führt mit dem Punktemaximum die Tabelle an.

Es war alles angerichtet für ein echtes Fußballfest. Noch lange nach dem Anpfiff standen zahlreiche der insgesamt 1200 Zuschauer in einer langen Schlange vor dem Eingang. Auf dem Platz tat sich lange Zeit nicht allzu viel. Die Anifer versuchten, das Spiel zu machen, wurden dabei aber kaum einmal zwingend. Grödig lauerte auf Fehler, um dann schnell vors gegnerische Tor zu kommen. So kam die Fötschl-Elf zu ihren Möglichkeiten. Mersudin Jukic hob in der 21. Minute den Ball am herauslaufenden Torhüter Josef Stadlbauer, aber auch knapp am Gehäuse vorbei. Dann war erneut der Grödiger Stürmer aussichtsreich in Richtung Tor unterwegs, aber Stadlbauer blieb Sieger im Duell (28.). Nach Jukic-Lochpass scheiterte auch Matthias Öttl am Anifer Keeper (35.).

Der Führungstreffer lag in der Luft, in der 41. Minute war es dann auch so weit: Jukic war im Strafraum von der Anifer Abwehr nicht zu bremsen, seinen Querpass musste Julian Feiser nur noch über die Linie drücken.

Nach Seitenwechsel übernahm wieder Anif das Kommando, Grödigs Torhüter Hans-Peter Berger war aber bei den Chancen von Anif auf dem Posten. Und erneut agierten die Gäste vor dem Tor cleverer. Nach einer Fehlerserie der Anifer gab es Eckball, Mladen Jutric drückte den Ball nach dem Corner aufs lange Eck per Kopf aus kürzester Distanz zum 0:2 über die Linie (69.). Anif schöpfte nach dem Anschlusstreffer durch den eingewechselten Patrick Greil noch einmal Hoffnung, nahm sich aber selbst die Butter vom Brot. Einen Abspielfehler nützten die Grödiger wieder eiskalt, Telat Ünal knallte das Leder zum 3:1 unter die Latte (86.).

Grödig-Trainer Andreas Fötschl sagte nach dem Erfolg über seinen "Lehrmeister" Thomas Hofer: "Anif hatte viel Ballbesitz, aber wir waren effektiver. Heute hat die reifere Mannschaft gewonnen." Anif-Coach Hofer musste zugeben: "Wir haben nicht mit einer so abwartenden Grödiger Mannschaft gerechnet. Heute haben wir Lehrgeld gezahlt. Wir haben es ihnen zu leicht gemacht, die Gegentore dürfen so nicht passieren."

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