Fußball

Cup-Hit Austria gegen Rapid - Salzburg gegen Riesentöter

Ein Derby im Zeichen der Revanche, ein weiteres Oberhaus-Duell und der Titelverteidiger im Vergleich David gegen Goliath. Im Achtelfinale des ÖFB-Fußball-Cups warten am Mittwoch Partien mit Spannungspotenzial. Der regierenden Cupsieger Salzburg kämpft bei Regionalligist Bad Gleichenberg (19.00 Uhr) um die Fortsetzung seiner 26 Spiele währenden Cup-Siegesserie, danach die Austria um die Wende.

Das nächste Derby steht an, diesmal im Pokal SN/APA (EXPA/Haumer)/EXPA/THOMAS HA
Das nächste Derby steht an, diesmal im Pokal

Die Violetten halten nach der Länderspielpause bei drei Niederlagen in drei Pflichtspielen. Am Sonntag unterlagen sie Rapid in der Liga, wollen den Spieß im Happel-Stadion (20.30 Uhr/live ORF eins) nun aber umdrehen. Sturm Graz empfängt indes den Ligarivalen SCR Altach (18.00 Uhr/live Puls 4). Mit dem WAC ist noch ein weiterer Bundesligist im Einsatz, die Wolfsberger sind bei Viertligist SV Wimpassing (18.30) klar favorisiert. Wacker Innsbruck tritt bei der Klagenfurter Austria an (20.00). Die Kärntner eliminierten bereits St. Pölten und Kapfenberg.

Die Ausgangslage vor dem Cup-Hit in Wien spricht für den Sonntag-Sieger. Rapid muss zwar die gesperrten Galvao und Giorgi Kvilitaia vorgeben, darf aber auf vier Siege in Folge - zuletzt dreimal mit 1:0 - zurückblicken. "Wir haben einen Lauf, jetzt müssen wir schauen, dass wir im Cup noch einen Sieg drauflegen. Dann wären wir sehr groß da", betonte Kapitän Stefan Schwab. Acht Pflichtspiele insgesamt ist Rapid nun bereits ungeschlagen.

Die grünweiße Zuversicht ist groß, der Austria im ersten Cup-Duell seit dem von den Violetten gewonnenen Endspiel 2005 einen weiteren Tiefschlag zu verpassen. Schwab wusste dennoch, dass das jüngste Duell ein enges war. "Wir müssen noch eine Schippe drauflegen. Im Moment sind wir fußballerisch die bessere Mannschaft, das müssen wir auf den Platz bringen", betonte der Mittelfeldmann. Trainer Goran Djuricin erwartete "noch aggressivere Austrianer. Sie möchten sicher das letzte Derby und die vorangegangenen Niederlagen vergessen machen."

Dies wäre ganz im Sinn seines Gegenübers Thorsten Fink. Mit Abdul Kadiri Mohammed muss der Deutsche aber den nächsten Verteidiger verletzt vorgeben. Heiko Westermann wird trotz Schmerzen wieder von Beginn an einlaufen. Im Angriff erhält Christoph Monschein den Vorzug vor Kevin Friesenbichler, der beim 0:1 am Sonntag eine Fußprellung erlitt. "Wir müssen das Glück vorne noch mehr erzwingen", meinte Fink im Rückblick auf die dort vergebenen Chancen.

Immerhin kehrt bei den "Veilchen" Felipe Pires nach einer Sperre zurück. Fink erwartete "ein besonderes Spiel. Punkte kann man wieder aufholen, im Cup ist man draußen. Wie Van Gaal gemeint hat: Tod oder Gladiolen." Aus dem jüngsten Derby will die Austria jedenfalls ihre Lehren gezogen haben. So soll Rapids Torschützen Philipp Schobesberger mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Bis Dienstagmittag waren 11.000 Karten für die Partie verkauft.

Altach kämpft in der Merkur Arena gegen eine fast 50 Jahre währende Misere. Vorarlberger Clubs haben in Graz gegen Sturm seit November 1967 (Schwarz-Weiß Bregenz) nicht mehr gewonnen. Seit dem Bundesliga-Aufstieg der Altacher haben diese in Graz in 13 Spielen 11 Mal verloren. Im jüngsten Antritt waren sie bei einem torlosen Remis im September aber die bessere Elf.

Die Altacher saßen Dienstag im Bus Richtung Graz, ab Donnerstag sind sie zur Vorbereitung auf das Liga-Duell mit dem Meister in Salzburg einquartiert. "Wir fahren jetzt auf Tour, hoffentlich kommen wir mit Zählbarem zurück", sagte Trainer Klaus Schmidt vor der Abreise. Der Steirer ortete "eine gewisse Selbstsicherheit" bei seiner Mannschaft, die von den vergangenen zehn Spielen nur eines verloren hat. Für Unruhe sorgte einzig Emanuel Sakic. Der Rechtsverteidiger steht aus disziplinären Gründen nicht im Kader und dürfte den SCR im Winter verlassen.

Bei Sturm dürfte der in der Vorwoche erkrankte Deni Alar wieder in der Start-Elf stehen. Auch Philipp Huspek und Stefan Hierländer sind voll fit, Lukas Spendlhofer und Marc-Andre Schmerböck fehlen weiter. Trainer Franco Foda kündigte an, die "bestmögliche Mannschaft" aufbieten zu wollen. "Es ist wichtig, dass wir zu Hause spielen können. Da es sich bei Altach um einen Bundesligisten handelt, wissen wir, was auf uns zukommt", erklärte der Deutsche. Es ergebe sich die "Riesenmöglichkeit", im Cup zu überwintern.

Salzburg erwartet in der Südoststeiermark ein Auftritt beim "Riesentöter". TuS Bad Gleichenberg schlug in der 1. Runde den Erste-Liga-Verein Wattens, ehe auch gegen die Admira eine Überraschung (3:1) gelang. Der ehemalige Kapfenberg-Profi Philipp Wendler hat im Cup bereits viermal getroffen. "Das muss uns Warnung genug sein. Sie verfügen über eine Mannschaft, die ein sehr hohes Niveau erreichen kann. Wir wollen keine Cup-Überraschung erleben", betonte Red-Bull-Trainer Marco Rose.

Für sein Team geht beim Tabellenfünften der Regionalliga Mitte eine Serie von vier Auswärtsspielen zu Ende. Siegen gegen den LASK und Konyaspor folgte am Wochenende ein 1:1 bei der Admira. Weiter fehlen wird der verletzte Stürmer Hwang Hee-chan (Oberschenkel). Bad Gleichenberg stellt sich auf ein Fußballfest ein, die Arena fasst dank Zusatztribünen nun 4.000 Zuschauer. Trainer Georg Kaufmann zur Ausgangslage: "Zu verlieren haben wir nichts, gewinnen können wir alles."

Quelle: APA

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