Fußball

"Der Austria würde es ohne Altlasten nicht schlecht gehen"

Interims-Obmann Alexander Hütter sieht seinen Verein auf einem guten Weg.

"Der Austria würde es ohne Altlasten nicht schlecht gehen" SN/gepa
Fußball-Westligist Austria Salzburg will in Zukunft wieder mehr Fans ins Stadion locken.

Alexander Hütter ist seit der Neugründung von Austria Salzburg mit an Bord und seit Juni Interims-Obmann des Fußball-Westligisten. Im SN-Interview spricht Hütter über die finanzielle Lage, die ausbleibenden Fans und die Zukunft des Vereins.

SN: Heute, Donnerstag, lädt die Austria zu einer Mitgliederversammlung. Müssen sich die Fans auf weitere Schreckensmeldungen gefasst machen?
Hütter: Nein. Es wird ein Crowdfunding-Projekt vorgestellt. Außerdem wurde in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, dass die Mitglieder nicht genügend informiert werden. Wir wollen sie einfach wieder auf den neuesten Stand bringen.

SN: Worüber werden die Mitglieder informiert?
Sportlich läuft es ganz gut, aber die finanzielle Situation wird uns noch die nächsten Jahre beschäftigen. Es funktioniert zwar besser, aber es ist nach wie vor ein enges Spiel. Da haben die Mitglieder das Anrecht, aus erster Hand informiert zu werden.

SN: Wie sieht die finanzielle Lage der Austria aus?
Der Winter wird sicher sorgenfreier als vor einem Jahr. Aber es ist nach wie vor ein Spagat. Wir müssen noch immer aktuelle Einnahmen für Altlasten verwenden. Ohne die Altlasten würde es uns nicht so schlecht gehen.
SN: Im Dezember ist die zweite Rate im Sanierungsverfahren fällig. Bekommt der Verein die 70.000 Euro zusammen oder muss auf die Bankgarantien zurückgegriffen werden?
Es sieht so aus, als müssten wir die Bankgarantien hernehmen.

SN: Gegen Dornbirn waren nur 700 Anhänger im Stadion. Warum hat das Zuschauerinteresse so stark abgenommen?
Meiner Meinung nach sind noch viele Fans enttäuscht von der vergangenen Saison. Es war ein Horror- statt ein Jubeljahr. Ich höre auch oft, dass die Ticketpreise überzogen sind. Ob es wirklich daran liegt, weiß ich nicht. Durch gute Leistungen und ehrliche Arbeit wollen wir den Zuschauerschnitt langfristig wieder heben. SN: Sie sind seit Juni Interims-Obmann. Otto Konrad soll Ihr Nachfolger werden, wie laufen die Gespräche?

Otto Konrad ist bei fast jeder Vorstandssitzung dabei. Er muss selbst schauen, wie es bei ihm beruflich weitergeht. Entscheidung gibt es noch keine.

SN: Wurden die Beteiligten im Fall Haas schon mit Stadionverboten belegt?

Es wurden zwei Stadionverbote, die für die aktuelle Saison gelten, ausgesprochen.

SN: Wo sehen Sie die Austria in fünf Jahren?

Da sollte der Verein wirtschaftlich gesundet sein. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann würden wir in fünf Jahren in der neuen zweiten Liga mitspielen. Aber bis dahin müssen einfach andere Aufgaben von uns erledigt werden.

Aufgerufen am 22.05.2018 um 01:44 auf https://www.sn.at/sport/fussball/der-austria-wuerde-es-ohne-altlasten-nicht-schlecht-gehen-1000603

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