Fußball

Der Westliga droht ein Horrorszenario

Kein Verein bekennt sich zum Aufstieg. Nun droht auch noch ein "Absteiger" aus der Ersten Liga.

Für Schlusslicht Saalfelden (Markus Fürstaller) wären vier Absteiger eine Katastrophe.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Für Schlusslicht Saalfelden (Markus Fürstaller) wären vier Absteiger eine Katastrophe.

Markus Fürstaller hatte schon vor der Saison ein komisches Gefühl: "Ich glaube nicht, dass sich drei Aufsteiger finden werden." Und der Saalfelden-Trainer dürfte recht behalten. Und es könnte sogar noch schlimmer kommen: Derzeit geht es nicht darum, drei Aufsteiger aus der Fußball-Westliga zu finden, sondern überhaupt einen.

Während die beiden Spitzenteams Grödig und Anif noch überlegen (die Zeichen stehen aber auf Nicht-Aufstieg), haben zwei weitere Interessenten abgesagt. Schwaz und Kufstein trauen sich das Abenteuer Erste Liga nicht zu. "Diese Liga ist einfach nicht zu finanzieren", erklären die beiden Tiroler Vereine.

Neben Grödig und Anif machen sich derzeit nur noch die Altach Amateure Gedanken über den Aufstieg. Sportlich würde der Bundesligist sein zweites Team gerne in der Ersten Liga sehen, Bedenken haben die Vorarlberger aber wegen der Finanzierung.

Sollte am Ende der Saison kein einziges Westliga-Team aufsteigen wollen, dann gibt es drei Absteiger. Es könnte aber noch schlimmer kommen. Derzeit geistert das Gerücht durch die Liga, dass Austria Lustenau freiwillig in die Westliga absteigen will. Was einen vierten Absteiger bedeuten würde. Lustenau-Präsident Hubert Nagel gibt sich im SN-Gespräch kryptisch: "Wir hoffen noch, den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen, dann wären wir von der Ersten Liga weg. Ich war immer ein Gegner dieser Reform. Durch den Verlust des TV-Geldes sind die finanziellen Einbußen enorm." Ein klares Bekenntnis zum Verbleib in der Ersten Liga will Nagel nicht abgeben: "Dauerhaft können wir uns den Spielbetrieb in dieser Liga nicht leisten. Ein freiwilliger Abstieg ist derzeit aber noch kein Thema."
Freitag - Seekirchen - Saalfelden 2:3 (1:1). Tore: Rexhepi (44.), Taferner (86.); Tandari (20., 65., 85.). St. Johann - Kitzbühel 2:2 (0:1). Tore: Barnjak (48.), Ajibade (58.); Boakye (40.), Hölzl (51.).

Aufgerufen am 24.02.2018 um 05:18 auf https://www.sn.at/sport/fussball/der-westliga-droht-ein-horrorszenario-20064280

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