Fußball

Dicke Luft bei Bullen nach Bernardo-Abgang

Rund um das Spitzenspiel gegen Rapid Wien hängt bei Fußball-Doublesieger Red Bull Salzburg der Haussegen schief. Auslöser der schlechten Stimmung war der Transfer von Defensivspieler Bernardo. Der Brasilianer wechselt zum Partnerclub RB Leipzig.

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Bernardo (r.) wechselt ins RB-Trikot von Leipzig.

Wenige Tage nach dem bitteren Aus in der Champions-League-Qualifikation gegen Dinamo Zagreb scheint es beim heimischen Serienmeister gröbere Meinungsverschiedenheiten zu geben. Bernardo, der seit Jänner 2016 in Salzburg 26 Pflichtspiele bestritt, ist seit Sonntag bei Leipzig. Sportchef Christoph Freund sagte: "Bernardo hat uns informiert, dass er einige konkrete Angebote vorliegen hatte und er unbedingt den nächsten Schritt in eine größere Liga machen möchte. Wir haben diesem Wunsch entsprochen und wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren sportlichen Weg."

Im Kader des deutschen Bundesliga-Aufsteigers RB Leipzig ist Bernardo nach Péter Gulácsi, Benno Schmitz, Stefan Ilsanker, Naby Keita, Massimo Bruno und Marcel Sabitzer bereits der siebente Spieler, der aus Salzburg gekommen ist. Dass die Mozartstädter permanent Kicker an die deutsche Filiale der Fußballabteilung liefern, stößt immer mehr Salzburger Fans sauer auf. Leipzig-Sportchef Ralf Rangnick, bis 2015 für beide Clubs zuständig, nützt immer wieder seine nach wie vor guten Kontakte nach Salzburg. In der Vorsaison hatte er in Leipzig zusätzlich auch das Traineramt übernommen und war mit dem 2009 gegründeten Club in die höchste Spielklasse aufgestiegen.

Trainer Garcia sauer: "Sind jetzt Liefering A"

Kein Blatt vor den Mund nahm sich Trainer Oscar Garcia in einer ersten Reaktion: "Bernardos Abgang nur drei Tage vor Ablauf der Transferfrist ist nicht leicht zu verkraften. Wir müssen unsere Ziele jetzt neu definieren, denn wir sind nur noch ein Ausbildungsverein." Mit Blick auf das Farmteam in der Ersten Liga merkte der Katalane süffisant an: "Wir haben jetzt Liefering A und Liefering B."

Bernardos Abgang könnte noch nicht der letzte dieser Transferperiode gewesen sein. Martin Hinteregger soll es in die deutsche Bundesliga ziehen, Jonatan Soriano will dem Vernehmen nach in den arabischen Raum wechseln.

Quelle: SN

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