Fußball

Die deutschen Weltmeister lassen sich feiern

Nach dem Eintrag ins Gästebuch der Stadt Berlin haben die deutsche Fußball-Weltmeister die Bühne am Brandenburger Tor betreten. Umjubelt von Hunderttausenden Fans präsentierte sich am Dienstag zunächst das Trainerteam um Joachim Löw im schwarzen T-Shirt mit einer großen Eins auf der Brust.

Nach dem Weiterflug in ihre Heimatstädte sind für einige der WM-Helden noch weitere Empfänge geplant. So sollen die Spieler des FC Bayern am Münchner Flughafen im Tagesverlauf etwa von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) geehrt werden.

Die deutschen Fußball-Weltmeister waren am Vormittag in Berlin gelandet. Um 10.08 Uhr setzte der Lufthansa-Sonderflug LH 2014 mit der Aufschrift "Fanhansa Siegerflieger" auf der Landebahn des Flughafens Tegel auf. Die schwarz-rot-goldene Flagge ragte aus dem Flugzeug, als der Jumbo am Dienstag ausrollte. Die Flughafenfeuerwehr begrüßte die Nationalmannschaft mit Wasserfontänen.

"Wir werden das erst in den nächsten Tagen realisieren", sagte Bastian Schweigsteiger der ARD, als er als zweiter Spieler hinter Kapitän Philipp Lahm aus dem Flugzeug kam - eingehüllt in eine Deutschland-Fahne. Lahm hielt den Pokal in der Hand, trug die Siegermedaille um den Hals und freute sich in einem ersten ZDF-Interview "absolut" über die Rückkehr nach Deutschland, "vor allem mit dem Ding hier". Aus den Lautsprechern dröhnte der Gassenhauer "So sehen Sieger aus" über das Vorfeld.

"Es war eine tolle WM", sagte Toni Kroos, der wie zahlreiche andere Kicker aus der deutschen Delegation eine Sonnenbrille trug und dessen Stimme deutlich angeschlagen klang. "Es ist wunderschön. Es fühlt sich sehr gut an, es ist alles perfekt gelaufen für uns", sagte André Schürrle. Nach einer Party in Rio de Janeiro nutzten die Spieler den gut elfstündigen Flug teilweise auch für einen "Erholungsschlaf", wie es Bayern-Profi Schweinsteiger formulierte. "Zurück im Land des Weltmeisters", twitterte Mesut Özil unmittelbar nach dem Aussteigen.

Hunderte Fans feierten das Team nach stundenlangem Warten auf der Besucherterrasse. Der Sonderflug hatte Rio de Janeiro erst mit zweistündiger Verspätung verlassen, weil ein Gepäckwagen die Maschine berührt hatte, es wurde aber nur ein Lackschaden festgestellt.

Während des Flugs war DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock mit dem Goldpokal durch den Jumbo gegangen und hatte die Trophäe den Fans, Familien und Freunden der Nationalmannschaft präsentiert.Ein Abstecher über die Berliner InnenstadtVor der Landung hatten die Weltmeister mit einem Abstecher über die Berliner Fanmeile die vielen Fans am Brandenburger Tor gegrüßt. Der Jumbo flog in der Berliner Innenstadt mit einer Sondergenehmigung nur mehrere hundert Meter über den Massen Richtung Flughafen Tegel und wackelte als Zeichen des Grußes mit den Tragflächen.

"Ich finde, es ist eine gute Geste der Mannschaft, den Fans Danke zu sagen, die sie unterstützt haben. Ich habe es ja schon 2006 erlebt. Das ist ein unglaubliches Gefühl", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

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