Fußball

Die große Jukic-Show in Grödig

Der SV Grödig verteidigt auch nach dem 4. Spieltag mit dem Maximum von zwölf Punkten die Tabellenführung in der Regionalliga West. Am Donnerstag war Mersudin Jukic beim 2:0-Sieg gegen Wacker Innsbruck II einmal mehr der überragende Mann. Mit Sorgen geht Austria Salzburg ins Duell mit Saalfelden.

Die große Jukic-Show in Grödig SN/krugfoto
Einsame Klasse vor dem Tor: Mersudin Jukic lässt Wacker-Keeper Lukas Wedl keine Chance.

Je ein Stangenschuss auf beiden Seiten war in der ersten halben Stunde in Grödig zu verzeichnen. Markus Wallner hatte auf seiten der Gastgeber Pech (23.), die Tiroler ließen in Person von Misel Kalivnoic (29.) einen Sitzer aus. Zuvor hatte es schon Torjubel gegeben, doch Mersudin Jukic war im Abseits gestanden (21.). Doch in der 32. Minute schlug der Torjäger wieder eiskalt zu: Nach Lochpass von Kapitän Pepi Strobl traf er zum 1:0. Julian Feiser ließ danach Chancen auf das zweite Tor aus (36., 45.). Wieder war Jukic treffsicherer. Nach Maßflanke von Elias Kircher platzierte er einen Kopfball exakt im Eck - 2:0 nach 59 Minuten. Kurz danach hätte Jukic das Tor des Jahres erzielen können, aber sein 35-Meter-Volleyschuss landete knapp über der Latte. In der Nachspielzeit hatte Strobl noch Pech, er traf mit einem Weitschuss die Latte. Grödig-Trainer Andreas Fötschl sagte: "Phasenweise hatten wir auch Glück, aber wir wussten, dass die Tiroler hervorragende Fußballer sind. Am Ende hat sich aber die individuelle Klasse durchgesetzt." Bereits am Montag folgt beim SAK ein weiterer Prüfstein für Jukic und Co. "Da gehen wir mit großem Respekt ins Spiel", betont Fötschl. "Aber mit jedem unserer Siege wächst auch der Respekt der Gegner vor Grödig."

Im Wallersee-Derby behielt am Donnerstag Seekirchen ganz klar die Oberhand und schlug Eugendorf durch Tore von Fridrikas (3.), Tittler (7.) und Aigner (52.) mit 3:0.

Austria sauer wegen Ndure-Sperre

Von der Papierform her ist Austria Salzburg am Freitag in der Fußball-Westliga gegen Saalfelden klarer Favorit. Während die überraschend starken Violetten nach drei Runden bereits sechs Punkte auf dem Konto haben, konnten die Pinzgauer erst einen Zähler ergattern. Zudem warten die Saalfeldner noch auf den ersten Treffer. Trotzdem sieht Austria-Trainer Didi Emich seine Mannschaft nicht in der Favoritenrolle: "Wir spielen gegen eine routinierte Regionalliga-Truppe, die genau weiß, was es braucht, um Spiele in dieser Liga zu gewinnen."

Außerdem muss die Austria auf zwei Stammspieler verzichten. Danijel Morariju (privat verhindert) und Ebrima Ndure (gesperrt) sind nicht mit an Bord. Die Sperre von Stürmer Ndure, der beim 1:0-Sieg in Kufstein in der Nachspielzeit ausgeschlossen wurde, ärgert Emich: "Bei der STRUBA geht es zu wie bei den Hexenprozessen. Da gibt es nur Verurteilungen und keine Freisprüche. Der Ausschluss war ein Witz und trotzdem wird Ebrima für ein Spiel gesperrt." Positiv gestimmt ist Emich, wenn er über die bisherigen Vorstellungen seiner Mannschaft spricht: "Wir haben bisher vieles richtig gemacht. In drei Spielen haben wir erst zwei Gegentore bekommen. Mit dem Start können wir sehr zufrieden sein. Trotzdem haben wir noch nichts erreicht." Mit einem Heimsieg gegen Saalfelden würde sich die Austria bereits etwas vom Tabellenkeller absetzen und könnte ohne Druck in das Auswärtsspiel in Anif (Montag) gehen. "Derzeit liegt mein Fokus nur auf dem Spiel gegen Saalfelden. Ein Sieg gegen einen direkten Konkurrenten würde uns guttun."

St. Johann noch sieglos

Nicht zufrieden mit dem Saisonstart ist man in St. Johann: Die Pongauer, die in der vergangenen Spielzeit im Spitzenfeld landeten, haben nach drei Spielen erst zwei Punkte auf dem Konto. "Die letzte Saison war kräfteraubend. Einige Spieler sind verletzt in die Sommerpause gegangen und sind jetzt noch nicht ganz fit", erklärt St. Johanns Trainer Ernst Lottermoser. Am Freitag geht es zu Hause gegen den starken Aufsteiger SAK. "Die Favoritenrolle hat sich verschoben. Der SAK hat in den ersten Runden bewiesen, dass er sehr gut mithalten kann", sagt Lottermoser, der sich auf ein Geduldsspiel einstellt: "Der Gegner wird sicher weit zurückgezogen spielen und auf Konter lauern. Wir dürfen nicht die Nerven verlieren und müssen geduldig auf unsere Chancen warten." Nicht mit an Bord sind die Sahin-Brüder Arif und Emrah (beide verletzt).
Regionalliga West Freitag: Austria - Saalfelden (18 Uhr), St. Johann - SAK (19).

Quelle: SN

Aufgerufen am 22.09.2018 um 05:39 auf https://www.sn.at/sport/fussball/die-grosse-jukic-show-in-groedig-1166074

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