Fußball

Ein Pinzgauer trainiert die Cuphelden von Frankfurt

Ein Saalfeldener feilt seit einem Jahr an der Fitness der Fußballprofis von Eintracht Frankfurt. Den großen Triumph erlebte er hautnah mit.

Neun Jahre arbeitete Markus Murrer (l.) mit den Eishockeyspielern von Red Bull Salzburg. Nun jubelte er mit den Fußballern von Frankfurt (unter Trainer Niko Kovac) über den Coup im DFB-Pokal. SN/sw/privat
Neun Jahre arbeitete Markus Murrer (l.) mit den Eishockeyspielern von Red Bull Salzburg. Nun jubelte er mit den Fußballern von Frankfurt (unter Trainer Niko Kovac) über den Coup im DFB-Pokal.

Die Außenseiter schlagen den großen FC Bayern im Finale des deutschen Cups 3:1 - und ein Pinzgauer ist ein Puzzleteil des Erfolgs. Markus Murrer (36) macht den Stars seit knapp einem Jahr ordentlich Beine. Unter anderem arbeitete der Fitnesstrainer im Saisonfinish viel mit Ante Rebic, um ihn nach einem Muskelfaserriss schnellstmöglich wieder auf den Platz zu bekommen. Im Finale war Rebic mit zwei Treffern maßgeblich am Erfolg beteiligt.

Murrer fieberte in Berlin mit seiner Frau Kathrin im VIP-Bereich mit, etwa 15 Meter hinter der Frankfurter Bank. "Am Anfang war ich erstaunlich ruhig, mit unserem ersten Tor ist die Nervosität gekommen." Sie stieg ins Unermessliche, als Schiedsrichter Felix Zwayer beim Stand von 2:1 kurz vor Schluss eine strittige Elfer-Entscheidung auf Video anschaute. Der Unparteiische zeigte nicht auf den Punkt, Frankfurt erhöhte daraufhin auf 3:1, dann brachen alle Dämme. Murrer: "Es war das Beste, was ich sportlich je erlebt habe, und vielleicht auch je erlebt haben werde."

Wie kam's? Chefcoach Niko Kovac suchte für die Saison 2017/18 einen dritten Fitnesstrainer. Die Verbindung zu Murrer stellte Markus Klein vom Eishockey-Betreuerteam der Salzburger Red Bulls her - dort war auch Murrer tätig. Die Fitness der Bundesliga-Cracks steuerte der Saalfeldener ganze neun Jahre lang. Nach einem Gespräch mit Kovac in Salzburg, wo Murrer mit seiner Frau und zwei Kindern wohnt, kam schnell ein neues Angebot. "Der Schritt war nicht einfach. Ich hatte in Salzburg einen super Job. Aber wie oft bekommt man ein Angebot eines deutschen Bundesligisten?" Er arbeitete konsequent in den Bereichen Grundlagen-Ausdauer, Kraft, Stabilisation sowie Intensivitätssteuerung und schnürte individuelle Programme. Sogar von Verletzten forderte er teils 15 bis 20 Stunden spezifisches Training pro Woche. "Da haben einige große Augen gemacht."

Sein Vertrag läuft noch ein Jahr in Frankfurt, Kovac trainiert künftig den FC Bayern. "Ich habe den neuen Trainer Adi Hütter noch nicht kennengelernt. Aber er war auch in Salzburg tätig, weiß, wie dort im Bereich Fitness gearbeitet wird. Ich denke, das wird passen zwischen uns."

Von Sphären, die er nun als Trainer erreicht hat, war Murrer als Spieler weit entfernt. Er kickte im Unterhaus für alle Saalfeldener Vereine (SK, ESV, Lenzing sowie für die SG, den Vorgänger des FC Pinzgau), Stuhlfelden und Wals-Grünau. 2010 landeten die Schuhe am Nagel. "Wichtig war: Es hat immer Spaß gemacht mit meinen Kollegen." Einer dieser Kollegen, Hannes Rottenspacher, freute sich als glühender Bayern-Fan zum ersten Mal über eine Niederlage.

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