Fußball

Emich: "Wir werden auch Grödig weghauen"

Austria-Trainer Didi Emich strotzt nach dem 6:1-Sieg gegen Dornbirn vor Selbstvertrauen. Und er hat derzeit allen Grund dazu.

Emich: "Wir werden auch Grödig weghauen" SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Nico Mayer gelang gegen Dornbirn ein Hattrick.

Viele Trainerkollegen und Fußball-Experten schüttelten den Kopf, als Didi Emich im Sommer auf die Trainerbank des Westligisten Austria Salzburg zurückkehrte. "Kein Geld und keine Spieler. Ob er sich da einen Gefallen tut", war damals die Meinung. Doch der Ex-Profi zeigte sich von Beginn an kämpferisch und stellte innerhalb weniger Tage eine Mannschaft zusammen. Zugetraut hat man dieser Truppe trotzdem nichts. Emich und seine Elf haben die Kritiker aber eines Besseren belehrt. Nach dem 6:1-Heimsieg gegen Dornbirn stehen die Violetten auf dem fünften Platz, die Abstiegsränge sind derzeit weit entfernt. Im Gespräch mit den SN verrät Emich sein Erfolgsgeheimnis.

Fitness: "Zu Beginn der Saison mussten wir körperliche Defizite aufholen. Das haben wir gemacht. Zuletzt hat meine Truppe einige Male gezeigt, dass sie bis zum Schluss fit ist", erklärt Emich, der nicht lockerlässt. Noch immer bittet er seine Elf jeden Montag auf die Laufstrecke.

Disziplin: "Wer sich nicht an Regeln hält, wird nicht lang bei uns sein", stellte Emich gleich zu Beginn seiner zweiten Ära klar. Ebrima Ndure bekam die Härte seines Trainers bereits zu spüren: Der Shootingstar musste wegen Verspätung vor einigen Wochen auf die Bank. Gegen Dornbirn kam Ndure erneut zu spät, dieses Mal ließ sein Trainer aber Gnade vor Recht ergehen.

Führungsspieler: Ernst Öbster, Stefan Ebner, Nico Mayer und Raphael Reifeltshammer blieben von der Vorsaison über. Während Reifeltshammer zuletzt in Ungnade fiel und gegen Dornbirn nicht im Kader war, kommen Öbster, Ebner und Mayer mit den neuen Gegebenheiten sehr gut zurecht. Das Trio pusht die Mitspieler immer wieder und agiert seit Wochen in Topform.

Selbstvertrauen: Dass die Austria-Spieler nach sieben ungeschlagenen Spielen in Serie vor Selbstvertrauen strotzen, sah man gegen Dornbirn: Trotz des frühen Rückstands spielten die Violetten weiter munter nach vorn und kamen nach einem Mayer-Traumtor ins Spiel zurück. "Nach diesem Sieg fürchte ich keinen Gegner mehr", erklärt Emich. Auch Grödig, das in der übernächsten Runde in Maxglan gastiert, nicht: "Wir werden auch Grödig weghauen."

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