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Euro 2020

ÖFB-Goalie Bachmann wehrt sich gegen Kritiker

Österreichs Fußball-Teamgoalie Daniel Bachmann ist nach dem ÖFB-EM-Auftaktsieg am Sonntag in Bukarest gegen Nordmazedonien einige Skepsis entgegengeschlagen. Das zwischenzeitliche 1:1 durch Goran Pandev sei zu verhindern gewesen, lautete der Tenor der Kritiker. Doch Bachmann kann diese Meinung nicht nachvollziehen, wie er im EURO-Basecamp in Seefeld betonte.

Bachmann kann Kritik nicht nachvollziehen SN/APA/POOL/JUSTIN SETTERFIELD
Bachmann kann Kritik nicht nachvollziehen

"Ich habe ein paar Dinge mitbekommen mit Eiertor und Steirertor - ich bin der erste, der die Hand hebt, wenn ein Fehler passiert. Das gehört im Fußball dazu und ist ganz normal, sonst würde es weniger Tore geben. Aber das als Fehler zu bezeichnen, ist ein bisschen komisch, weil es doch eine Aktion war, wo der Stürmer mit beiden Beinen auf den Brustkorb rutscht. Es war einfach eine unglückliche Aktion", sagte Bachmann.

Der Niederösterreicher hatte den Ball im Zuge des Zusammenstoßes mit Aleksandar Trajkovski aus den Händen verloren. "Ob es ein Foul war oder nicht, darüber lässt sich streiten", meinte Bachmann. "Wenn ich am Boden liegen bleibe und mir das Gesicht halte, pfeift der Schiedsrichter wahrscheinlich ab, bevor der Ball ins Tor geht. Aber so bin ich halt. Im Endeffekt ist es eine Situation, wo der Stürmer mit 80 Kilo voll in meinen Brustkorb rutscht. Da ist es schwer, den Ball bei mir zu halten."

Er sei froh, dass der Gegentreffer keine gravierenden Auswirkungen hatte. "Wir haben gewonnen. Das ist das Einzige, was zählt." Dass sein Status als Stammkeeper infrage gestellt sei, kann sich Bachmann nicht vorstellen. "Darüber denke ich nicht nach. Der Trainer hat mich vor der EM als Nummer eins festgelegt und ich habe meine Leistungen gebracht."

Die nächste Gelegenheit seinen Status zu bestätigen, bietet sich am Donnerstag in Amsterdam gegen die Niederländer. "Sie sind vor allem in der Offensive eine sehr gute Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern. Wir müssen defensiv munter sein, nach vorne unsere Qualitäten ausspielen und unsere Chancen nützen", forderte Bachmann.

Ob Marko Arnautovic gegen "Oranje" zum Einsatz kommen kann, entschied die UEFA im Laufe des (heutigen) Mittwochs. Eine Sperre des China-Legionärs wäre ein schwerer Schlag für das ÖFB-Team, meinte Bachmann. "Man hat gegen Nordmazedonien wieder gesehen, was Marko zu unserem Spiel beiträgt."

Die Vorwürfe gegen Arnautovic sorgten beim 26-Jährigen für Unmut. "Das sind unfaire Anschuldigungen. Ich kenne ihn seit zehn Jahren. Über ihn kann man viel sagen und sagen, was man will, da trennen sich ein bisschen die Meinungen, was auch okay ist. Aber was er ganz sicher nicht ist, ist ein Rassist", betonte Bachmann. Der Keeper kam 2011 als 16-Jähriger zu Stoke City, zwei Jahre später heuerte dort auch Arnautovic an.

Konrad Laimer wollte zu dieser Angelegenheit nicht mehr viele Worte verlieren. "Schlussendlich ist das eine Sache des ÖFB", meinte der Leipzig-Profi. Für das Duell mit den Niederländern zeigte sich Laimer optimistisch. "Wenn jeder wieder eine gute Leistung bringt, brauchen wir uns nicht zu verstecken."

Dass man bei einem Punktgewinn schon ziemlich sicher im Achtelfinale wäre, ist für den Mittelfeldspieler kein Thema. "Wir haben einen richtig guten Schritt gemacht, aber jetzt geht es wieder bei 0:0 los", erklärte Laimer.

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