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Als das ÖFB-Nationalteam die Top-10 der FIFA-Rangliste erreichte

Vor etwas mehr als einem Jahr durfte sich das ÖFB-Nationalteam in der Elite des Weltfußballs wähnen.

Als das ÖFB-Nationalteam die Top-10 der FIFA-Rangliste erreichte SN/GEPA pictures
Der Teamchef und die Weltrangliste: Geht die Blickrichtung noch nach vorne?

Am 5. November 2015 erreichte die Fußballnationalmannschaft das beste FIFA-Rangposition in ihrer Geschichte. Die Reaktionen auf den erstmaligen Einzug des ÖFB-Teams in die Top Ten der FIFA-Weltrangliste fielen entsprechend enthusiastisch aus. Eine Rückblende auf die Wortspenden von damals:

Marcel Koller (ÖFB-Teamchef): "Wir haben uns nicht nur durch die Qualifikation gewurstelt, sondern wirklich überzeugend gespielt. Und wir haben da auf der einen Seite für Österreich viel gemacht, auf der anderen Seite aber auch in Europa Aufsehen erregt. Dass bewusst wird, dass andere Nationen auch drauf schauen und sehen, hoppla, da ist was gewachsen, da ist eine gute, starke Mannschaft entstanden ... Wir können uns aber nicht festhalten an dieser Weltrangliste. Die Luft da ist dünner, sodass du konstant auf einem sehr hohen Level spielen musst. Das wollen wir beibehalten."

Leo Windtner (ÖFB-Präsident): "Die Liste und die Top Ten sind die Konsequenz aus einer unwahrscheinlich starken Serie von neun Siegen in der EM-Qualifikation. Darüber dürfen wir uns freuen und darauf können wir stolz sein, auch wenn es natürlich nur eine Momentaufnahme ist, die den Blick darauf nicht verstellen darf, dass es weitergehen muss - etwa mit einer optimalen Vorbereitung auf die EURO. Dann ist Fußball-Europa vielleicht auch dort überrascht, wozu Österreich imstande ist. Wir wollen nicht einen einmaligen Hype, sondern nachhaltig Verbesserungen. Jetzt heißt es dranbleiben."

Herbert Prohaska (Ex-Nationalspieler und ehemaliger ÖFB-Teamchef): "Sensationell, eine wunderbare Sache, die noch die da war. Zehn ist schon ein Wahnsinn. Das war (zur Amtsübernahme Kollers, Anm.) überhaupt nicht absehbar. Egal wer das Team übernommen hätte." Zur Bedeutung der Weltrangliste: "Es gibt natürlich verschiedene Kriterien, die das manchen erleichtern und manchen erschweren. Aber man muss sie schon ernst nehmen."

Hans Krankl (Ex-Nationalspieler und ehemaliger ÖFB-Teamchef): "Ich finde das super. Das ist das Beste, was uns passieren konnte. Jetzt nimmt man uns wieder zur Kenntnis, was ja lange Zeit nicht der Fall war. Überrascht bin ich nicht. Das Team besteht ausschließlich aus Legionären, die in Deutschland oder England spielen - das ist schon eine klare Verbesserung gegenüber früher. Die Spieler haben mehr Selbstvertrauen, das merkt man. Und auch die Ergebnisse stimmen. Man muss aber die Kirche im Dorf lassen. Die Reifeprüfung kommt jetzt bei der EM."

Heinz Fischer (Bundespräsident): "Österreich unter den Top-Ten der Fußball-Nationen der Welt - das ist wirklich eine Nachricht, die mein Fußballerherz höherschlagen lässt. Top-Ten heißt, dass die Niederlande, aber auch Italien, Frankreich oder die Tschechische Republik hinter uns liegen. Daran hat jeder Spieler der österreichischen Nationalmannschaft einen Anteil, aber ganz besonders Teamchef Marcel Koller. Ich bin wirklich stolz auf unsere Mannschaft und auf alle, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Frankreich wir kommen!"

Gerald Klug (Sportminister/SPÖ): "Mit Platz zehn der Weltrangliste hat unsere Fußballnationalmannschaft erneut Sportgeschichte geschrieben. Dazu gratuliere ich dem Teamchef Marcel Koller, den Betreuern, den Spielern und dem ÖFB herzlich. Mit viel Teamgeist und einer starken Leistung hat sich unser Nationalteam in der Weltrangliste nach vorne und in die Herzen der Österreicherinnen und Österreicher gespielt. Darauf können sie stolz sein."

Karl Stoss (Präsident Österreichisches Olympisches Komitee): "Die Leistung des ÖFB-Teams bzw. des Betreuerstabes rund um Marcel Koller steht für sich: Innerhalb von nur vier Jahren gelang der Sprung von Platz 72 in der FIFA-Weltrangliste unter die Top-Ten. Das Nationalteam konnte sich erstmals aus eigener Kraft für eine EM-Endrunde qualifizieren und das auch noch in souveräner Manier mit Auswärtssiegen gegen Russland und Schweden. Die Sieger-Mentalität der Mannschaft ist beeindruckend und vorbildhaft. 28 Punkte aus 10 Spielen sprechen eine deutliche Sprache!"

Sebastian Kurz (Außenminister/ÖVP): "Ich freue mich total und bin sehr stolz. Was unsere Nationalmannschaft hier für das internationale Ansehen unseres Landes leistet, ist unbezahlbar. Toll finde ich auch, dass Österreichs Team die Vielfalt unseres Landes abbildet. Und als Integrationsminister freut es mich besonders, dass unser Team zeigt, was Integration durch Leistung bedeutet: es kommt nicht darauf an, woher du kommst, welche Hautfarbe oder Religion du hast, sondern was du für Österreich einbringst und beiträgst."

Doris Bures (Nationalratspräsidentin/SPÖ): "Ich freue mich über jeden Erfolg des Fußballnationalteams, ganz unabhängig vom Platz in der Weltrangliste. Aber natürlich ist es eine besondere Freude, dass unsere Mannschaft zurzeit auf höchstem Niveau spielt und die ganz großen Fußballnationen der Welt fordern kann. Dieses Team wird in die Sportgeschichte eingehen. Die ÖFB-Spieler und ihr Schweizer Trainer zeigen eindrucksvoll, was wir in Österreich erreichen können, wenn der Teamgeist stimmt und wir an unsere Stärken glauben."

Quelle: APA

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