Fußball

Fußball: Blockade gegen RB Leipzig - Köln droht Strafe

Bundesligist 1. FC Köln muss wegen der Sitzblockade seiner Fans mit einer Bestrafung durch den Deutschen Fußball-Bund rechnen.

Der DFB-Kontrollausschussvorsitzende Anton Nachreiner kündigte am Montag an, dass in diesem Fall Ermittlungen aufgenommen werden. Anhänger des Kölner Vereins hatten am Sonntag den Bus der Gäste von Aufsteiger RB Leipzig an der Einfahrt in das RheinEnergieStadion gehindert.

Aus diesem Grund war die Begegnung zwischen Köln und dem Aufsteiger aus Sachsen 15 Minuten später als geplant erst um 17.45 Uhr angepfiffen worden. Die Partie endete 1:1.

RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff war wegen der Blockade gleichwohl erbost und bezeichnete die Aktion der FC-Anhänger als "sinnlos". "Es ist aber nicht so, dass uns das Kopfschmerzen bereitet", ergänzte Mintzlaff. Stattdessen hielt er mit Genugtuung fest: "Wir sind in der Bundesliga angekommen."

Stimmt. Denn wenn ein Neuling es trotz eines schweren Startprogramms bewerkstelligt hat, von Etablierten wie Hoffenheim (1:1), Dortmund (1:0), Hamburg (4:0), Mönchengladbach (1:1) und Köln nicht besiegt worden zu sein, ist er zurecht erstklassig.

Den Feindseligkeiten und Spruchband-Vorwürfen des gegnerischen Anhangs, ein vom Kommerz abhängiger Club ohne Tradition zu sein, haben sich die Profis angepasst. "Das sind wir gewohnt", sagte Abwehrspieler Marvin Compper. Er und seine Mitstreiter reagieren professionell auf die Misslichkeiten, denen die Sachsen auswärts ausgesetzt sind. "Wenn wir weiter mit Mut und Willen auftreten, werden wir uns den Respekt erarbeiten. Wir ziehen unser Ding durch", sagte Compper.

Das taten sie in Köln. RB führte durch den Schotten Oliver Burke (5. Minute) früh. Dass die unmittelbare Vorbereitungszeit auf die Partie durch die Verzögerung knapp war, störte RB-Coach Ralph Hasenhüttl nicht sonderlich: "Wir sind sehr spät in die Kabine gekommen. Das hat uns aber nicht daran gehindert, ein gutes Spiel zu machen."

Hasenhüttls österreichischer Trainerkollege Peter Stöger und seine Mannschaft sind - erstaunlich - nach dem Ausgleich gegen Leipzig durch den Japaner Yuya Osako (25.) mit elf Punkten hinter den Bayern (15) und dem BVB (12) Dritter. Diese Konstellation macht am Samstag (15.30 Uhr) ein Topspiel in München möglich. Stöger sprach von einer "Mammutaufgabe" - aber auch davon, dass er durchaus Chancen sieht: "Wenn die Bayern vielleicht nicht ihren allerbesten Tag erwischen."

Quelle: Dpa

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