Fußball

Fußball: Bullen trotzen der klirrenden Kälte

Das Wetter lädt nicht zum Fußballspielen ein, ungesund wird es laut Salzburgs Teamarzt aber erst ab Temperaturen von minus zehn Grad.

Die Red-Bull-Profis Andreas Ulmer und Christian Schwegler auf ungewohntem Terrain. SN/gepa pictures
Die Red-Bull-Profis Andreas Ulmer und Christian Schwegler auf ungewohntem Terrain.

Beim ersten Mannschaftstraining am Mittwoch zeigte das Thermometer minus drei Grad, gestern immerhin leichte Plusgrade, jedoch wurden die Spieler von Red Bull Salzburg vom nasskalten Regen aufgeweicht. Der Start in die Frühjahrsvorbereitung war nicht unbedingt von fußballfreundlichem Wetter begleitet.

Dick vermummt verfolgte Trainer Óscar García das Geschehen auf dem Platz, der dank der Rasenheizung in sattem Grün glänzte. Nur einem Red-Bull-Profi schien die Kälte nichts anhaben zu können: Valon Berisha trainierte in kurzen Hosen. "Das ist kein Problem, ich bin daran gewöhnt, egal ob es warm oder kalt ist", sagte der Mittelfeldspieler. Andreas Ulmer ergänzte schmunzelnd: "Er ist Norweger und allein schon deshalb nicht kälteempfindlich."

Dabei birgt die klirrende Kälte durchaus Gefahren, wie Teamarzt Helmut Klampfer betonte: "Bei Temperaturen unter null Grad kann es zu Affektionen im Lungensystem kommen. Problematisch wird es aus medizinischer Sicht aber unter minus zehn Grad. Dann ist das Training nicht mehr gesund." Dass Berisha in kurzen Hosen trainierte, blieb Klampfer nicht verborgen. Auch Tormanntrainer Herbert Il sanker, ein bekennender Shorts-Fan, verschwendete keinen Gedanken daran, eine lange Hose zu tragen. "Es gibt eben Menschen, die ein völlig anderes Temperaturempfinden haben. ,Ilse' gehört ohne Zweifel dazu", sagte der Teamarzt.

Routinier Ulmer zeigte sich trotz der unfreundlichen Temperaturen schon in Fußballstimmung: "Wenn man drei Wochen weg war, kribbelt es wieder." Auch Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund bestätigte: "Wir freuen uns alle, dass es wieder losgeht, auch wenn das Wetter noch nicht wirklich zum Fußballspielen einlädt."

Beim Trainingsstart der Bullen fehlten einzig Jonatan Soriano und Munas Dabbur, die nach ihren Oberschenkelverletzungen ein individuelles Programm absolvierten. Soriano ist ab heute wieder mit von der Partie. Abwehrtalent Dayot Upamecano ist für Vertragsverhandlungen freigestellt und soll laut dem deutschen Fußballmagazin "kicker" bei RB Leipzig unmittelbar vor einer Vertragsunterschrift bis 2021 stehen. Mündlich habe sich Upamecano ebenso wie sein Berater Martinez bereits zu einem Wechsel nach Leipzig bekannt, vermeldete der "kicker".

Für Salzburgs Kaderspieler ist indes schon besseres Wetter in Aussicht. Nach eineinhalb Wochen in heimatlichen Gefilden trainiert Red Bull Salzburg von 22. bis 31. Jänner in Dubai. Dort zeigt das Thermometer aktuell angenehm warme 25 Grad.

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