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Fußball: Bundesliga-Trainer sehen Red Bull Salzburg als Favorit

Titelverteidiger Red Bull Salzburg geht in der Fußball-Bundesliga auch aus der ungewohnten Rolle des Jägers als Favorit ins Frühjahr.

Salzburg-Trainer Oscar Garcia. SN/gepa pictures/ florian ertl
Salzburg-Trainer Oscar Garcia.

Das geht aus einer Umfrage hervor, die die Austria Presse Agentur vor dem Frühjahrsauftakt am Wochenende unter den zehn Cheftrainern der höchsten Spielklasse durchgeführt hat. Sechs Coaches nannten nur die Salzburger als ihren Meistertipp.

Salzburgs Trainer Oscar Garcia äußerte sich vorsichtiger. "Ich hoffe natürlich, dass wir den Titel wieder verteidigen können", sagte der Spanier. Erklärtes Ziel ist eine Wiederholung des Doubles, das die Salzburger zuletzt dreimal in Serie geholt haben. In den vergangenen drei Jahren lagen die Bullen in der Liga allerdings schon in der Winterpause voran. Diesmal beträgt der Rückstand auf das Sensationsteam Altach zwei Punkte.

Die Altacher werden den Salzburgern die Spitze nicht kampflos überlassen. Neo-Trainer Martin Scherb nannte wie der frühere Altach-Coach Damir Canadi (Rapid) die vier Clubs, die derzeit die ersten vier Plätze einnehmen, als mögliche Titelkandidaten. Kleine Chancen werden also auch Sturm Graz und der Austria eingeräumt. Die beiden letzten Meister, die nicht Salzburg hießen (Sturm 2011, Austria 2013), liegen drei bzw. fünf Punkte zurück.

"Ich gehe davon aus, dass Red Bull am Ende Erster wird", sagte Austria-Trainer Thorsten Fink. "Sie sind nunmal die beste Mannschaft." Sein deutscher Landsmann Franco Foda glaubt an einen lange spannenden Titelkampf. "Trotzdem ist der FC Red Bull Salzburg Favorit", erklärte der Sturm-Coach. Der neue Admira-Trainer Damir Buric nannte Salzburg, Altach und die Austria als Kandidaten, nicht aber Sturm.

Im Kampf um den Klassenerhalt wollte sich kein Trainer festlegen. Schlusslicht SV Mattersburg fehlen 16 Runden vor Schluss vier Zähler auf den Vorletzten St. Pölten, sechs auf die SV Ried und acht auf den WAC. "Im Endeffekt haben wir die schlechteste Ausgangsposition, was die Punkte betrifft, aber es kann auch für andere Vereine noch gefährlich werden", betonte Mattersburgs neuer Trainer Gerald Baumgartner.

Abgeschrieben haben die Kollegen die Mattersburger, die im Winter auch auf dem Transfermarkt aktiv waren, noch lange nicht. "Es tut sich was in Mattersburg, das merkt man", meinte Fink. Selbst der Tabellensechste Admira wähnt sich noch nicht am rettenden Ufer. Buric bezeichnete den Ligaverbleib als eines der Saisonziele. "Wir sind auch in dieser Situation drinnen, und es wird sehr spannend werden", sagte der Kroate zum Abstiegskampf.

Die Vorgaben in der unteren Tabellenhälfte sind klar. WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger hofft auf mehr Punkte als in der vergangenen Saison (43), für Ried-Coach Christian Benbennek wäre Platz sechs "ein großer Erfolg". St. Pöltens Trainer Jochen Fallmann will "zumindest einen Platz gut machen" - ebenso wie Baumgartner mit Mattersburg. "Der Klassenerhalt hat oberste Priorität, darauf ist alles ausgerichtet", betonte der SVM-Coach.

Die Wiener Großclubs Austria und Rapid haben einen internationalen Startplatz im Visier. "Die Teilnahme an der Europa League ist sehr wichtig für uns, das bleibt das größte Ziel", erklärte Fink. "Aber wenn man Rapid hinter einem hat, kann man Zweiter werden." Ersten Aufschluss dürfte bereits das 320. Wiener Derby am Sonntag bringen.

"Wir werden versuchen, die höchstmögliche Punkteanzahl zu holen", versprach Rapid-Coach Canadi. Zehn Zähler fehlen seinem Team auf die Austria. In die Top 3 zu kommen, könnte dennoch ein Ziel sein. Dazu bleibt den Hütteldorfern die Chance, über den ÖFB-Cup ins internationale Geschäft einzuziehen.

Quelle: APA

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