Fußball

Vor Schalke-Spiel gehen Red Bull Salzburg die Stürmer aus

Red Bull Salzburg steht nur mehr ein nomineller Angreifer zur Verfügung. Die Not macht Trainer Óscar García erfinderisch.

Diese Verletzung ist schmerzhaft: Munas Dabbur zog sich am Wochenende beim 4:1-Sieg gegen Altach im linken Oberschenkel einen Teilabriss der hinteren Bizepssehne zu und wird rund acht Wochen pausieren müssen.

In der aktuellen Situation tut der Ausfall des 24-jährigen Angreifers sogar doppelt weh, weil Red Bull Salzburg vor dem Europa-League-Heimspiel am Donnerstag (21.05 Uhr) gegen Schalke die Stürmer ausgehen.

Neben Dabbur fehlen dem Fußballmeister noch Jonatan Soriano, Fredrik Gulbrandsen und Wanderson - übrigens alle mit Muskelverletzungen - sowie Smail Prevljak, der sich nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining befindet.

Soriano ist zwar auf dem Weg zurück und soll am Dienstag auch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, ein Einsatz gegen Schalke kommt für den Torjäger vom Dienst aber wohl noch zu früh.

Mit Hee-Chan Hwang steht nur mehr ein gesunder Angreifer im Kader der Bullen. So wird es schwierig, einen versöhnlichen Ausklang der Europa-League-Gruppenphase zu schaffen. Die Not macht Salzburg vor dem Duell mit dem deutschen Kultclub erfinderisch.

Trainer Ós car García hat den erst 17-jährigen Hannes Wolf, einen Kooperationsspieler vom Red-Bull-Satellitenclub FC Liefering, in die Kampfmannschaft hochgezogen. Der Angreifer hat schon acht Saisontreffer erzielt und gilt als eines der größten Talente im Bullenstall.

Möglich macht Wolfs Nachnominierung im Europacup die sogenannte UEFA-B-Liste, auf der Spieler geführt werden, die nach dem 1. Jänner 1995 geboren wurden. Dass der junge Wolf am Donnerstag zu seinem Europa-League-Debüt kommen wird, ist dennoch unwahrscheinlich.

Óscar García bieten sich noch andere Möglichkeiten: etwa den offensiven Mittelfeldspieler Takumi Minamino neben Hwang als Sturmspitze aufzubieten. Auch Valon Berisha oder Valentino Lazaro könnten diese Position spielen. Oder der Cheftrainer entscheidet sich überhaupt für eine Systemumstellung.

In einem Match, in dem es sportlich nur mehr um die goldene Ananas geht, weil Schalke längst als Aufsteiger feststeht und Salzburg keine Chance mehr auf die K.-o.-Phase hat, ist es nicht abwegig, dass Óscar García vom gewohnten 4-4-2 abweicht und auf das zum Saisonstart von ihm bevorzugte 4-2-3-1 mit einer Solospitze zurückkehrt.

Keine Rolle in den Überlegungen des Trainers spielt selbst in der prekären Situation Yordy Reyna. Der peruanische Teamstürmer, der in Salzburg vieles schuldig geblieben ist, soll in der Winterpause in seine Heimat zurückkehren.

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