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Fußball: Für Red Bull Salzburg ist gegen Sturm verlieren verboten

Die Ausgangslage vor dem Heimspiel der zehnten Bundesligarunde am Sonntag (16.30 Uhr) gegen Sturm Graz ist aus Sicht von Meister Salzburg klar.

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Zünftig: Salzburg-Trainer Oscar Garcia will bei der Bauernherbst-Einlage im Stadion seine Mannschaft gegen Sturm Graz siegen sehen.

Eine Niederlage ist im Schlager gegen den Tabellenführer verboten, der Abstand würde dann bereits sieben Punkte betragen. Für Trainer Oscar Garcia ist es die ideale Gelegenheit, drei Tage nach dem 1:3 bei Schalke 04 eine passende Antwort zu geben.

"Ich habe es immer gemocht, schnell nach einer Niederlage wieder ein Spiel zu absolvieren. So kann man sich sofort wieder auf das Wesentliche konzentrieren", sagte der Spanier rückblickend auf eine Partie, in der gegen die nach Serienniederlagen in der Bundesliga verunsicherten Deutschen mehr möglich gewesen wäre. "Allerdings bleibt uns auch wenig Zeit, zu analysieren, was gut und was schlecht war."

Für Salzburg schließt sich mit dem Duell gegen Deni Alar und Co. gleichsam auch ein Kreis. Sturm ist das bisher einzige Team, das in der laufenden Bundesligasaison gegen den Doublegewinner reüssieren konnte. Und das gleich im Auftaktspiel der ersten Runde.

Uros Matic (6.), Marc-Andre Schmerböck (18.) und die aktuelle Nummer eins der Torschützenliste, Alar (39.), sorgten am 23. Juli für einen verdienten 3:1-Heimsieg der Steirer. Seitdem ist Salzburg in acht Partien aber ungeschlagen. In der Red-Bull-Arena sind Jonatan Soriano und Co. ohnehin eine Macht, haben 21 Spiele hintereinander nicht verloren.

Dass die Grazer nach dem ersten Saisonviertel ganz oben stehen, sei für Oscar keine echte Überraschung. "Ich habe schon am Anfang der Saison angemerkt, dass sich Sturm sehr gut verstärkt hat. Sie haben sehr gute Spieler in ihren Reihen", lobte der Ex-Kicker des FC Barcelona die "Blackys", die noch nie zuvor in den ersten neun Saisonspielen 22 Punkte geholt hatten.

"Sie werden uns alles abverlangen, und es wird sicherlich ein ganz schwieriges Match. Sie sind aktuell in der Defensive sehr gut und haben einen Stürmer, der praktisch aus jeder Situation ein Tor erzielen kann", meinte Oscar Garcia, der noch einen weiteren Pluspunkt für den Gegner ausmachte: "Sie haben den Vorteil, dass sie keine internationalen Spiele absolvieren. Sie können sich voll auf ihre Aufgaben in der Meisterschaft konzentrieren."

Anders als beim 0:1 gegen Krasnodar im ersten EL-Gruppenspiel setzte der Salzburg-Coach bei Schalke auf die nominell beste Startelf. Ob er am Sonntag eine unveränderte Truppe aufbietet oder ausgerechnet im wichtigen Duell mit Sturm rotiert und auf Spieler setzt, die schon bisher fast ausnahmslos nur zweite Wahl waren, bleibt abzuwarten. Nicht zur Verfügung stehen ihm weiterhin die verletzten Christian Schwegler und Andre Wisdom.

Nur in der Saison 2010/11 war Salzburg so schlecht in die internationale Saison gestartet wie heuer. Damals kassierte man in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Manchester City und bei Lech Posen jeweils ein 0:2 und verpasste letztlich auch den Aufstieg klar. Mittelfeldspieler Konrad Laimer versuchte der Niederlage im "Ruhrpott" Positives abzugewinnen. "Es war eine großartige Erfahrung, so ein Spiel bestreitet man nicht jeden Tag", sagte der 19-Jährige. "Wir haben sicher viel daraus gelernt, das wollen wir auch für das Spiel am Sonntag mitnehmen."

Dass die Truppe von Trainer Franco Foda mit breiter Brust nach Salzburg komme, sei auch ihm klar. "Sie haben sehr gute Einzelspieler, sie haben einen enormen Lauf und viel Selbstvertrauen", meinte der zweikampfstarke "Bulle". "Aber auch wir wissen, was wir können. Wir wollen unser Spiel zeigen mit Pressing und gutem Kombinationsspiel."

Quelle: APA

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