Fußball

Keine Strafe für Leipzigs Werner nach seiner Elfmeter-Schwalbe

Die Schwalbe von Timo Werner wird kein Nachspiel haben. Zu dem Ergebnis kam der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Keine Strafe für Leipzigs Werner nach seiner Elfmeter-Schwalbe SN/APA/AFP/JENS SCHLUTER
Hände hoch: Schalke-Keeper Ralf Fährmann und Leipzig-Stürmer Timo Werner kommen sich nahe.

sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, sagte laut in einer Mitteilung am Montag: "Wir haben die Angelegenheit eingehend geprüft. Im Endeffekt hat der Schiedsrichter eine Tatsachenentscheidung getroffen. Eine nachträgliche Bestrafung des Spielers wäre nur dann möglich gewesen, wenn Herr Werner auf eine Befragung durch den Schiedsrichter wahrheitswidrig geantwortet hätte. Dies war hier nicht der Fall."

Demnach wird es kein Verfahren gegen den 20 Jahre alten Stürmer von Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig geben.

Der Angreifer war am Samstagabend beim Spitzenspiel von RB Leipzig gegen den FC Schalke 04 (2:1) nach wenigen Sekunden im Strafraum gefallen. Daraufhin hatte Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) ohne Rücksprache mit Werner auf Elfmeter entschieden, obwohl Werner unmittelbar nach der Aktion im Gespräch mit Ralf Fährmann zugegeben hatte, dass er nicht vom Schalke-Keeper, sondern zuvor von Naldo gehalten wurde. Der Referee verwarnte Fährmann dennoch mit Gelb. Werner hatte den Strafstoß selbst zum 1:0 verwandelt.

DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich machte sich am Sonntag erneut für den Videobeweis stark. "Durch die Kommunikation mit dem Videoassistenten hätte Bastian Dankert sich die Situation nochmal anschauen können und wäre dann sicher zu dem richtigen Ergebnis gekommen", sagte Fröhlich.

Rangnick: "Wir steigen nicht ab"

Sportdirektor Ralf Rangnick von Bundesliga- Spitzenreiter RB Leipzig hat sich unterdessen angesichts der Serie von 13 Spielen ohne Niederlage festgelegt. "Absteigen werden wir nicht mehr. Und was unser Nervenkostüm angeht, mache ich mir keine Sorgen", sagte der 58-Jährige in einem "Kicker"-Interview (Montag).

Allerdings sei der Neuling aus Sachsen "in fast jedem Spiel Außenseiter", so auch beim Top-Duell am 21. Dezember beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München.

"Die Bayern interessieren uns erst nach dem Hertha-Spiel am 17. Dezember. Und grundsätzlich ist es doch so: Wir haben dort nichts zu verlieren", meinte Rangnick. "Das war im vergangenen Jahr anders, da waren wir in jedem Spiel Favorit."

Rangnick hält auch den Meistertitel mit seiner jungen Mannschaft nicht für unmöglich: "Die Punkte aus den bisherigen Spielen haben wir ja auch mit den Spielern geholt, die jetzt bei uns sind. Und bei den Punkten, die wir geholt haben, würde ich nicht sagen, dass das reines Glück war."

Quelle: Dpa

Aufgerufen am 20.09.2018 um 04:33 auf https://www.sn.at/sport/fussball/fussball-keine-strafe-fuer-leipzigs-timo-werner-nach-elfmeter-schwalbe-gegen-schalke-824233

Schlagzeilen