Fußball

Fußball: Köln provoziert vor dem Duell mit RB Leipzig

Noch ist es keinem Bundesligagegner gelungen, RB Leipzig zu schlagen. Der Aufsteiger rangiert nach vier Runden mit zwei Siegen und zwei Remis im Vorderfeld der Tabelle.

Auch wenn mittlerweile bei vielen Experten Anerkennung für die attraktive Spielweise des deutschen Red-Bull-Teams herauszuhören ist, bleibt der "Plastikclub" für die meisten Fans anderer Clubs ein rotes Tuch.

Bislang gab es von Sprechchören über Transparente bis hin zum Stimmungsboykott schon allerlei Aktionen rund um die Spiele, mit denen Anhänger ihre Meinung zum ungeliebten Liaganeuling kundtaten.

Auf eine neue Ebene hebt der 1. FC Köln die Polarisierung. Eigens für das Match am Sonntag (17.30) ließ der Club von Trainer Peter Stöger neue Dressen anfertigen. Der Trikotsponsor, der Kaufhauskonzern REWE, verzichtet auf den eigenen Schriftzug.

Stattdessen ziert der Aufdruck "Maximal G" die Leibchen der Kölner. Es handelt sich dabei um eine Energydrink-Eigenmarke, die bei REWE verkauft wird. Dessen Vorstand Lionel Souque sagte dem Kölner "Express": "Wollen wir doch mal sehen, wer schneller läuft. Der Geißbock oder der Bulle."

Auf sportlicher Ebene verspricht das Match aber auch einiges. Die Kölner schwimmen auf der Euphoriewelle, sind nach drei Siegen und einem Remis in den bisherigen vier Runden neben Borussia Dortmund der erste Verfolger von Ligadominator Bayern München. In den oberen Tabellenregionen waren die Domstädter zuletzt vor 20 Jahren vertreten.

Trainer Peter Stöger genießt die aktuelle Begeisterung, warnt aber auch schon vor den Leipzigern: "Sportlich ist es eine richtig große Nummer. Sie sind sehr laufstark, haben eine ungeheure Geschwindigkeit im Umschaltspiel und sind sehr gut organisiert. Es wird eine richtig harte Nuss werden."

Für Stöger persönlich bringt das Spiel eine Neuauflage des österreichischen Trainergipfels mit seinem einstigen Mannschaftskameraden bei Austria Wien, Ralph Hasenhüttl. In der Vorsaison, als der Leipzig-Coach noch den FC Ingolstadt trainierte, endeten beide Duelle mit 1:1.

Im Gegensatz zu den beiden Österreichern hat ihr Kollege Bruno Labbadia beim Hamburger SV derzeit wenig zu lachen. Nach nur einem Punkt aus vier Runden ist er angezählt. Heute, Samstag (15.30 Uhr), muss er ausgerechnet gegen Bayern München um seinen Job kämpfen. Labbadia ist bemüht, im Vorfeld die Brisanz aus dem Spiel zu nehmen und sagt: "Alles, was meine Person betrifft, spreche ich gar nicht erst an. Es darf kein Thema sein."

Quelle: SN

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