Fußball

Salzburg gegen Tabellenführer Sturm Graz gefordert

Am Sonntag wird die zehnte Fußball-Bundesliga-Runde mit drei Spielen beendet. Rapid kämpft nicht nur gegen den unangenehmen Gegner Ried, sondern auch gegen die "Tradition" von Misserfolgen nach Europacup-Auswärtsspielen. Für Meister Salzburg ist die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen Tabellenführer Sturm Graz klar: Eine Niederlage ist verboten. Austria Wien trifft zuhause auf St. Pölten.

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Er freut sich auf Sonntag: Oscar Garcia.

Für Salzburg-Trainer Oscar Garcia ist das Heimspiel gegen Sturm Graz (16.30 Uhr) die ideale Gelegenheit, drei Tage nach dem 1:3 bei Schalke 04 eine passende Antwort zu geben. Eine Niederlage ist im Schlager gegen den Tabellenführer verboten, der Abstand würde dann bereits sieben Punkte betragen.

Für Salzburg schließt sich mit dem Duell gegen Deni Alar und Co. gleichsam auch ein Kreis. Denn Sturm ist das bisher einzige Team, das in der laufenden Bundesligasaison gegen den Doublegewinner reüssieren konnte. Und das gleich im Auftaktspiel am 23. Juli mit einem verdienten 3:1-Heimsieg. Seitdem ist Salzburg in acht Partien ungeschlagen. In der Red-Bull-Arena sind Jonatan Soriano und Co. ohnehin eine Macht, haben 21 Spiele hintereinander nicht verloren.

Dass die Grazer nach dem ersten Saisonviertel ganz oben stehen, ist für Oscar keine echte Überraschung. "Ich habe schon am Anfang der Saison angemerkt, dass sich Sturm sehr gut verstärkt hat. Sie haben sehr gute Spieler in ihren Reihen", lobte der Ex-Kicker des FC Barcelona die "Blackies", die noch nie zuvor in den ersten neun Saisonspielen 22 Punkte geholt hatten.

Anders als beim 0:1 gegen Krasnodar im ersten EL-Gruppenspiel setzte der Salzburg-Coach bei Schalke auf die nominell beste Startelf. Ob er am Sonntag eine unveränderte Truppe aufbietet oder ausgerechnet im wichtigen Duell mit Sturm rotiert und auf Spieler setzt, die schon bisher fast ausnahmslos nur zweite Wahl waren, bleibt abzuwarten. Nicht zur Verfügung stehen ihm weiterhin die verletzten Christian Schwegler und Andre Wisdom.

Für Rapid geht es drei Tage nach dem 0:1 in Bilbao auswärts gegen die seit vier Meisterschaftspartien ungeschlagenen Rieder (16.30 Uhr, Live auf ORF eins). Die Hütteldorfer haben in dieser Liga-Saison außerhalb Wiens noch keinen Sieg eingefahren. Auch eine weitere Statistik verheißt für den Auftritt im Innviertel wenig Gutes: Unmittelbar nach den Europa-League-Auswärtsmatches in diesem Sommer gab es eine Niederlage in Altach und ein Unentschieden beim WAC, in der vergangenen Spielzeit folgten auf europäische Gastspiele unter anderem Schlappen gegen Grödig oder Mattersburg.

Trainer Mike Büskens will solchen Statistiken jedoch nicht viel Beachtung schenken: "Wir leben schon seit längerem mit der Doppelbelastung und nehmen das so an." Sein Club weist nach dem ersten Saisonviertel als Tabellendritter mit 16 Zählern sechs Punkte Rückstand auf Leader Sturm auf - eine nach dem Geschmack vieler Fans nicht gerade berauschende Ausbeute.

Ried-Trainer Christian Benbennek versprach einen leidenschaftlichen Auftritt seiner Truppe. "Die Mannschaft wird Vollgas geben und ein ganz anderes Gesicht zeigen als beim ersten Spiel gegen Rapid." Die Oberösterreicher gehen laut Benbennek als "krasser Außenseiter" in die Partie. "Doch wir werden alles dafür tun, die Punkte in Ried zu lassen."

Austria Wien hat in der Bundesliga zuletzt zweimal in Folge verloren, inklusive Europa League läuft man schon drei Partien einem Dreier hinterher. "Es ist für uns gegen St. Pölten ein sehr schwieriges Spiel, weil wir schon ein bisschen Druck haben", räumte Chefcoach Thorsten Fink vor dem Heimspiel am Sonntag ein. Mit Karl Daxbacher kehrt als Gäste-Trainer ein Mitglied der violetten Familie zurück.

Das 0:0 gegen Pilsen am Donnerstag in der Europa League schmeckte für Fink quasi wie ein Sieg. "Das war ein toller Europacup-Abend. Jetzt müssen wir schauen, dass wir diese Leistung auch positiv mitnehmen für die Meisterschaft", forderte er. "Ich erwarte, dass die Mannschaft gegen St. Pölten eine aggressive Leistung zeigt", so Fink.

In welchem Ausmaß er am Sonntag rotieren wird, konnte Fink im Vorfeld noch nicht sagen. Einzig, dass der gegen Pilsen gesperrte Lukas Rotpuller wieder in die Innenverteidigung rücken wird, kündigte er fix an. Einsätze von Kevin Friesenbichler und Ismael Tajouri von Beginn an sind zumindest wahrscheinlich.

Quelle: APA

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