Fußball

Red Bull Salzburg: Stefan Lainer macht Offensivspielern Konkurrenz

Stefan Lainer hält nach dem 4:1 von Salzburg gegen Altach schon bei fünf Saisontreffern und ist in einem Punkt die Nummer eins der Liga. Zum Stürmer wird er aber nicht umfunktioniert.

Noch steht Fußballmeister Red Bull Salzburg nicht an der Spitze der Tabelle. Wobei nach der Leistung gegen Altach die Betonung auf "noch" liegen muss. Das Sensationsteam aus Vorarlberg kam über die Rolle eines bemühten Mitläufers nicht hinaus. Die Truppe von Trainer Óscar García agierte meisterlich, ließ nur eine Möglichkeit der Altacher zu und verwirrte den Gegner mit Kombinationen in hohem Tempo. Da zeigte sich sogar Óscar García gnädig. Und Stefan Lainer durfte sich nach seinem fünften Saisontreffer besonders freuen.

Kein anderer Abwehrspieler erzielte in dieser Bundesligasaison nämlich bisher mehr Treffer als das Salzburger Kraftpaket. In der internen Schützenliste der Bullen liegt Lainer auch nur mehr ein Tor hinter Torjäger Jonatan Soriano. Muss der jetzt zittern? "Jonny wird schon wieder treffen, davon gehe ich einmal aus. Ich will nur mithelfen, dass wir erfolgreich spielen. Wenn wir weiter mit so hohem Tempo agieren, dann werden wir auch weiter punkten", sagte Lainer. Seit Wochen gehört der 24-Jährige zu den aktivsten Bullen. Lainer scheint alle Strapazen der vergangenen Monate locker wegzustecken. Wie aufgedreht sprintete er gegen Altach die Außenlinie rauf und runter: "Wenn man gegen ein Topteam vier Tore schießt, gibt es auch nicht viel zu kritisieren." Lainer meinte damit wohl, dass vor allem die beiden Angreifer Munas Dabbur und Hee Chan Hwang größte Chancen ausgelassen haben. In Anbetracht der starken Leistung seiner Mannschaft ließ auch Trainer Óscar Gar cía Gnade vor Recht ergehen: "Ich denke schon, dass die beiden es im nächsten Spiel besser machen werden." Munas Dabbur wird dem Coach diesen Wunsch nicht erfüllen können. Der Nationalspieler aus Israel zog sich einen Teilabriss der hinteren Bizepssehne im linken Oberschenkel zu und fällt damit acht Wochen aus.

Da auch Soriano und Fredrik Gulbrandsen für das nächste Topspiel fraglich sind, muss Ós car García einen Sturmpartner für Hwang finden. "Stefan Lainer wird es nicht sein. Steve trifft ja ohnehin", war der Spanier ein wenig zum Scherzen aufgelegt. Über die vielen Muskelverletzungen seiner Angreifer in den vergangenen Wochen machte sich Óscar García aber schon Gedanken. Und er fand eine nicht alltägliche Erklärung: "Unsere Angreifer arbeiten enorm viel, das geht an die Substanz. Und sie haben zuletzt auch immer sehr viele Möglichkeiten vergeben. Sie stehen dann unter psychischem Druck und dieser kann dann auch dazu führen, dass man verletzungsanfälliger wird." Mangelnde Effizienz als Verletzungsgrund, mit solchen Problemen muss sich Kraftpaket Stefan Lainer nicht herumschlagen.

Auswärtstabelle der Fußball-Bundesliga bei Saison-Halbzeit:

1. SK Sturm Graz 9 6 1 2 16:6 19
2. Austria Wien 9 5 1 3 15:14 16
3. Red Bull Salzburg 9 4 3 2 18:9 15
4. SCR Altach 9 4 1 4 12:16 13
5. FC Admira 9 4 0 5 8:16 12
6. Rapid Wien 9 2 4 3 13:13 10
7. Wolfsberger AC 9 3 1 5 10:16 10
8. St. Pölten 9 2 3 4 9:13 9
9. SV Ried 9 1 1 7 4:15 4
10. Mattersburg 9 0 2 7 8:21 2

Heimtabelle der Fußball-Bundesliga bei Saison-Halbzeit:

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1. SCR Altach 9 7 2 0 16:4 23

2. Red Bull Salzburg 9 6 1 2 17:7 19

3. Austria Wien 9 6 0 3 19:13 18

4. SK Sturm Graz 9 5 2 2 17:10 17

5. SV Ried 9 5 1 3 13:11 16

6. Rapid Wien 9 4 2 3 15:6 14

7. Wolfsberger AC 9 3 3 3 14:13 12

8. FC Admira 9 3 1 5 9:15 10

9. Mattersburg 9 2 3 4 9:12 9

10. St. Pölten 9 1 2 6 10:22 5

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