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Fußball-Westliga: Austria ist noch nicht gesund"

Die Violetten drückt eine Schuldenlast von rund 600.000 Euro. Interims-Obmann Alexander Hütter glaubt trotz vieler Probleme weiterhin an eine positive Zukunft.

Fußball-Westliga: Austria ist noch nicht gesund" SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Daniel Mair (l.) und Co. sollen die Austria in dieser Saison zum Klassenerhalt in der Westliga führen.

Der Fußball-Westligist Austria Salzburg hat einen turbulenten Sommer hinter sich. Nach fünf Runden nimmt Interims-Obmann Alexander Hütter, der in den nächsten Monaten an der Vereinsspitze abgelöst werden soll, in den Salzburger Nachrichten zu den wichtigsten Fragen Stellung.

Finanzielle Situation:"Die Lage ist entspannter als noch im Sommer, aber trotzdem kritisch. Man kann es so sagen: Der Patient hat die Intensivstation verlassen, ist aber noch nicht gesund. Nach der Saison 2017/18 wollen wir schuldenfrei sein. Es ist aber noch ein langer Weg."

Zweite Rate im Sanierungsverfahren: "Bis Dezember müssen wir die zweite Rate bedienen. Derzeit sind wir dabei diese Summe auf die Seite zu legen. Sorgen muss man sich aber keine machen, da dieses Geld bereits von vier Personen, die bürgen, hinterlegt wurde. Wir sind aber guter Dinge, dass wir die 70.000 Euro bis zum Ende des Jahres beisammen haben."
Schulden bei Ex-Spielern: "Wir stehen mit den Ex-Spielern, die noch Geld von uns bekommen, im guten Kontakt. In den nächsten Wochen sollten alle Außenstände beglichen sein."

Schulden bei der Gebietskrankenkasse: "Wir haben die Rückstände bei der Gebietskrankenkasse zum größten Teil bezahlt. Es fehlt jetzt nur noch ein kleiner Teil, den wir in Kürze zahlen werden."

Sportliche Bilanz: "Hätten wir am Freitag gegen Saalfelden gewonnen, was bei einer besseren Chancenverwertung möglich gewesen wäre, dann wären wir sehr zufrieden. Trotzdem sind wir in Anbetracht der Umstände mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht unglücklich. Wir haben das geplante Budget für die Mannschaft nicht ausgeschöpft und können im Winter vielleicht noch den einen oder anderen Spieler holen. "

Funktion von Otto Konrad: "Derzeit ist Otto Konrad ein freundschaftlicher und wichtiger Berater. Läuft alles nach Plan, dann löst er mich im Herbst als Obmann ab. Daran arbeiten wir derzeit. Ich habe nicht vor im Jahr 2018 noch immer an der Spitze des Vereins zu stehen."

Drohungen gegen Einwurf.tv: "Davon höre ich jetzt das erste Mal. Sollten wirklich Drohungen von Austria-Fans zur Einstellung der Videoplattform geführt haben, dann ist das natürlich nicht in unserem Sinn. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil ich davon nichts gewusst habe. Ich betone aber auch, dass sich unsere Anhänger schon seit längerem sehr gut verhalten. Ansonsten hätten wir zum Beispiel den Preis für die besten Auswärtsfans in der Ersten Liga nicht gewinnen können."

Rückkehr in den Profifußball: "Davon sind wir derzeit noch weit entfernt. Zuerst müssen wir den Verein in den nächsten Jahren wieder auf gesunde Beine stellen, erst dann können wir wieder von Höherem träumen."

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