Fußball

Harnik hätte kein Problem mit Joker-Rolle gegen Irland

Martin Harnik droht im WM-Qualifikations-Heimspiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft am Samstag (18.00 Uhr/live ORF eins) gegen Irland die Reservistenrolle. Marcel Sabitzer, sein Konkurrent auf der Position am rechten Flügel, erzielte im Oktober beim 2:3 in Serbien einen Treffer und sorgte in den vergangenen Wochen mit RB Leipzig in der deutschen Bundesliga für Furore.

Harnik hätte kein Problem mit Joker-Rolle gegen Irland SN/APA/ROBERT JAEGER
Harnik hat großen Respekt vor den Iren.

Daher wäre es für Harnik nicht verwunderlich, sollte er gegen den EURO-2016-Achtelfinalisten zunächst auf der Bank Platz nehmen. "Er hat seine Sache im Team zuletzt sehr gut gemacht, außerdem spielt er sehr gut bei Leipzig", sagte der Hannover-Legionär über Sabitzer und ergänzte: "Wenn ich nicht spiele, bin ich sicher nicht beleidigt. Ich habe schon bewiesen, dass ich Joker-Qualitäten habe."

Harnik versäumte die Oktober-Partien wegen einer Wadenverletzung. Dass aus den Duellen mit Wales und Serbien nur ein Punkt herausschaute, wollte der 29-Jährige nicht überbewerten. "Die Gruppe ist extrem ausgeglichen. Ich glaube, dass bis zum Schluss alles eng bleiben wird."

Eng wird es auch deshalb, weil die rot-weiß-rote Equipe nicht so erfolgreich wie in der vergangenen EM-Qualifikation startete. "Aber damals hatten wir in Moldawien großes Glück und es waren einige Spiele dabei, die auch in die andere Richtung hätten kippen können. Diese Quali war nicht immer souverän, doch am Ende glücklich und verdient."

Vor den drei Punkte vor dem ÖFB-Team liegenden Iren zeigte Harnik großen Respekt, obwohl sie nicht auf absolute Top-Stars zurückgreifen können. "Aber wir sind für die Iren genauso 'No Names', daran kann man es nicht festmachen. Sie waren zuletzt oft bei großen Turnieren dabei und sind bei der EM bis ins Achtelfinale gekommen."

Die Mannschaft von Martin O'Neill sei ein äußerst unangenehmer Gegner. "Die Iren stehen für Leidenschaft, Zweikampfstärke und Kompromisslosigkeit. Ich würde dreimal lieber gegen Ibrahimovic spielen als gegen solche Kampfsäue wie die Iren", meinte Harnik. "Wir spielen zu Hause, das Match ist ausverkauft und wir wollen natürlich gewinnen. Doch das wird eine harte Nuss."

Das nötige Selbstvertrauen für diese knifflige Partie hat Harnik zuletzt beim Club aufgebaut - in den vergangenen drei Pflichtspielen für Hannover erzielte er fünf Treffer. "Ich habe gebraucht, bis ich wieder in Form gekommen bin, weil ich die Vorbereitung größtenteils versäumt habe. Aber jetzt kann ich wieder über 90 Minuten spielen und treffe derzeit auch das Tor, das macht Spaß."

Sein Club liegt in der zweiten Liga auf Rang vier, einen Punkt hinter dem Relegationsrang und vier Zähler hinter dem ersten Fix-Aufstiegsplatz. "Es ist schöner, um den Aufstieg als gegen den Abstieg zu spielen", sagte Harnik. Der 61-fache Teamspieler (14 Tore) kann dem Dasein in der zweithöchsten deutschen Spielklasse auch Positives abgewinnen. "Es ist auch schön, einmal etwas anderes zu sehen, eine coole Erfahrung", erklärte Harnik, gab jedoch auch zu. "Ein zweites Jahr brauche ich das nicht."

Zumindest die Statistik spricht vor dem Duell am Samstag klar für die ÖFB-Auswahl. Von den bisher 14 Begegnungen mit Irland gewann Österreich bei drei Remis und zwei Niederlagen gleich neunmal, das Torverhältnis steht bei 36:17. Auch in Pflichtspielen haben die Österreicher klar die Nase vorne. In acht Partien ging die rot-weiß-rote Mannschaft bei zwei Unentschieden und einer Niederlage fünfmal als Sieger vom Platz. In Wien siegte Österreich gegen Irland in sechs Spielen bei einem Remis fünfmal.

Quelle: APA

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