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Bayern nach 1:0 in Dortmund sieben Punkte voran

Der FC Bayern hat mit einem Sieg im großen Schlager der deutschen Fußball-Bundesliga einen bedeutenden Schritt Richtung Meistertitel gemacht. Der Rekordchampion gewann am Dienstag das Geisterspiel auswärts gegen Borussia Dortmund durch einen Treffer von Joshua Kimmich (43.) mit 1:0 und liegt damit sechs Runden vor Schluss sieben Punkte vor dem großen Rivalen an der Tabellenspitze.

Ein Tor brachte Bayern drei Punkte und damit sieben Zähler Vorsprung SN/APA (AFP)/FEDERICO GAMBARINI
Ein Tor brachte Bayern drei Punkte und damit sieben Zähler Vorsprung

Borussia Mönchengladbach verbesserte sich mit einem Auswärts-0:0 gegen Werder Bremen auf Platz vier, weil Bayer Leverkusen im eigenen Stadion gegen den VfL Wolfsburg 1:4 verlor. Eintracht Frankfurt holte gegen den SC Freiburg nach einem 1:3 noch ein 3:3.

In Dortmund hatte BVB-Goalgetter Erling Haaland schon nach wenigen Sekunden die erste Chance des Spiels. Der Ex-Salzburger überwand Bayern-Goalie Manuel Neuer in dessen 400. Liga-Match mit einem Schuss zwischen die Beine, Jerome Boateng rettete aber vor der Linie.

Danach wurden die Bayern stärker und hatten etwas mehr vom Spiel. Die vorerst beste Gelegenheit der Gäste ließ Serge Gnabry in der 19. Minute aus, sein Schuss wurde von Lukasz Piszczek vor der Linie geklärt. In der 43. Minute folgte die entscheidende Situation der Partie - Kimmich überraschte Dortmund-Goalie Roman Bürki mit einem Lupfer von knapp außerhalb des Sechzehners. Der Schweizer war zwar noch mit der Hand am Ball, konnte den Gegentreffer jedoch nicht mehr verhindern.

Nach dem Seitenwechsel blieben in einem intensiven Match große Chancen aus. Haaland machte gegen die von David Alaba blendend organisierte Bayern-Abwehr keinen Stich und wurde in der 72. Minute angeschlagen ausgetauscht.

ÖFB-Teamspieler Xaver Schlager setzte sich mit Wolfsburg in Leverkusen überraschend klar mit 4:1 durch. Ex-Salzburg-Verteidiger Marin Pongracic brachte die von Oliver Glasner betreuten Gäste in der 43. Minute in Führung. Die Vorentscheidung kam durch einen abgefälschten Freistoß von Maximilian Arnold. Der Freistoß-Pfiff wegen eines angeblichen Handspiels von Julian Baumgartlinger war umstritten.

Der so wie Baumgartlinger zur Pause eingetauschte Aleksandar Dragovic konnte unmittelbar vor dem 0:3 durch Renato Steffen (68.) eine Flanke von Ex-LASK-Profi Joao Victor nicht verhindern. Für das vierte VfL-Tor sorgte wieder Pongracic per Kopf (75.), ehe Baumgartlinger aus einem Abstauber Resultatskosmetik gelang (85.).

In Frankfurt mussten sich die Gastgeber trotz eines klaren Chancenplus gegen die Freiburger mit einem Punkt begnügen. Eintrachts Andre Silva (35.) glich das 0:1 durch Vincenzo Grifo (28.) aus. Nach einem Doppelschlag durch Nils Petersen (67.) und Lucas Höler (69.) sahen die Breisgauer schon wie die Sieger aus, doch die von Adi Hütter gecoachten, drückend überlegenen Frankfurter erkämpften dank Daichi Kamada (79.) und Timothy Chandler (82.) noch einen Punkt.

Ihr Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt vorerst nur fünf Zähler. Stefan Ilsanker, der bei den ersten beiden Gegentoren nicht gut aussah, spielte bei der Eintracht durch, Martin Hinteregger wurde kurz vor Schluss ausgewechselt. Auf der Gegenseite kam Philipp Lienhart in der 59. Minute auf den Platz.

Der Tabellenvierte Mönchengladbach mit Stefan Lainer kam bei Werder Bremen mit Marco Friedl nicht über ein torloses Unentschieden hinaus, wobei die abstiegsgefährdeten Hausherren die gefährlichere Mannschaft waren. Die Partie im Weserstadion passte sich damit einem auffälligen Trend an - in den 22 Bundesliga-Partien seit dem Neustart gab es nur drei Heimsiege.

Quelle: APA

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