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Bayern rollten über Düsseldorf hinweg - Alaba-Zukunft offen

Der FC Bayern eilt mit großen Schritten dem achten Meistertitel in Folge und dem insgesamt 30. entgegen. Das 5:0 gegen Abstiegskandidat Fortuna Düsseldorf war am Samstag der bereits achte Sieg in der Meisterschaft in Folge. Mit nun 86 Toren in 29 Spielen markierten David Alaba und Co. zudem einen neuen Rekord in der Geschichte der deutschen Fußball-Bundesliga.

Wo spielt Alaba in der Zukunft? SN/APA (AFP)/CHRISTOF STACHE
Wo spielt Alaba in der Zukunft?

"Wir sind sehr ehrgeizig, die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist sehr positiv. Wir sind sehr hungrig, wollen jedes Spiel gewinnen und am Ende ganz oben stehen. Das zeichnet uns aus", gab Alaba nach dem Kantersieg gegenüber Sky zu Protokoll. Der ÖFB-Star gewann an diesem Abend als Abwehrchef 100 Prozent seiner Zweikämpfe und untermauerte einmal mehr sein hohes Standing im Team. Bezüglich seiner Zukunft ließ er sich neuerlich nichts Wesentliches entlocken. "Schau ma einmal", sagte der 27-Jährige zu einer möglichen Vertragsverlängerung über 2021 hinaus.

Deadline für eine Entscheidung gebe es jedenfalls keine. "Es wird sich sicher in den nächsten Wochen zeigen, wie es weitergeht, aber im Moment ist alles ruhig", so Alaba. Das ist laut seiner Sicht auch einer der Gründe für seine starke Performance. "Es war ruhig, und das ist auch gut so, da ich mich voll und ganz auf das Training, auf die Vorbereitung auf die letzten neun Wochen, auf die Geisterspiele konzentrieren konnte. Das tut mir sehr gut", erläuterte der Wiener.

Zumindest bis Sonntag setzten sich die Münchner, bei denen Robert Lewandowski einen Doppelpack und damit seine Saisontore 28 und 29 erzielte, zehn Punkte von Verfolger Borussia Dortmund ab. "Wir haben dem Gegner nicht den Hauch einer Chance gegeben", freute sich Coach Hansi Flick. Statistiken und Rekorde würden ihn aktuell nicht interessieren. "Mir geht es nur darum, eine erfolgreiche Saison zu spielen", betonte der Bayern-Trainer. Alabas Innenverteidiger-Kollegen Lucas Hernandez musste er bei dessen Startelf-Comeback wegen Adduktorenproblemen zur Pause sicherheitshalber austauschen.

Über den Bayern-Sieg freute sich auch Werder Bremen. Marco Friedl und Co. rückten durch den eigenen 1:0-Sieg bei den weiter schwächelnden Schalkern bis auf zwei Punkte an den von Düsseldorf besetzten Relegationsrang heran. "Wir haben keinerlei Zeit, uns jetzt zu freuen. Wir haben noch sechs Endspiele, müssen fokussiert bleiben", sagte Werder-Coach Florian Kohfeldt. Sein Team hat noch ein Nachtragsspiel in der Hinterhand und sieben Punkte aus den jüngsten drei Runden geholt.

Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammelte auch Eintracht Frankfurt. Nach sechs sieglosen Spielen mit fünf Niederlagen gab es für Martin Hinteregger und Co. ein glückliches Auswärts-2:1 beim VfL Wolfsburg. "Uns ist ein Befreiungsschlag gelungen. Das tut uns sehr gut", erläuterte Coach Adi Hütter. Die Jubelschreie des Tabellenzwölften hätte man auch in einem vollen Stadion noch gehört. "Was mir am besten Gefallen hat: Ich habe von jedem Spieler von der ersten bis zur letzten Minute gesehen, dass er sich kämpferisch in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Das war ein unheimlich wichtiges Signal von uns", gab der Vorarlberger Einblick.

Hütter blieb damit im österreichischen Trainer-Duell mit Oliver Glasner erfolgreich. "Ich würde die Niederlage in die Kategorie unnötig einordnen", sagte der Ex-LASK-Coach. Der sechstplatzierte VfL, bei dem Xaver Schlager durchspielte, gewann nur eines seiner vergangenen sieben Heimspiele und verdarb sich diese Bilanz schon beim 1:2 gegen Hertha BSC oder dem 1:1 gegen Schalke in erster Linie selbst. "Ich glaube nicht an Zufälle. Fakt ist, dass wir zu Hause oftmals zu viele Chancen liegen lassen" so Glasner. "Wir belohnen uns nicht für den Aufwand, den wir betreiben."

Quelle: Apa/Dpa

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