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Bayern vor Salzburg-Duell nur mit 1:1 gegen Leverkusen

Gute Vorzeichen für Österreichs Fußball-Meister Salzburg: Bayern München verpasste am Samstag in der deutschen Bundesliga einen Heimsieg gegen den Tabellendritten Bayer Leverkusen. Beim 1:1 in der 25. Runde war der Rekordmeister von früherer Souveränität weit entfernt, er kann sich den Punkteverlust bei neun Punkten Vorsprung auf den erst später spielenden Verfolger Dortmund trotz Pfiffen nach Spielende aber leisten.

Thomas Müller und Sven Ulreich diskutieren ein Eigentor SN/APA/dpa/Sven Hoppe
Thomas Müller und Sven Ulreich diskutieren ein Eigentor

Im Rennen um die weiteren Champions-League-Plätze kam der Vierte Leipzig spät zu einem leistungsgerechten 1:1 gegen den Fünften Freiburg. Eintracht Frankfurt fand mit einem 4:1 bei Hertha BSC zurück auf die Siegerstraße und verschärfte die Abstiegsnot der Berliner. Hoffnung im Klassenkampf schöpfte der Vorletzte VfB Stuttgart, weil ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic das Comeback nach 0:2-Rückstand gegen Borussia Mönchengladbach mit dem Tor zum 3:2 veredelte (83.). Siege gab es auch für Wolfsburg (gegen Union Berlin) und Bochum (gegen Fürth).

Die Bayern dominierten zunächst die Partie, gingen durch einen Schuss von Niklas Süle folgerichtig in Führung (18.), mussten aber ein schmeichelhaftes 1:1 in die Pause retten. Thomas Müller besorgte mit einem kuriosen Eigentor (sein erstes im 407. Ligaspiel) den Ausgleich und den Beinahe-Wendepunkt aus dem Nichts (36.). Der Routinier verwertete einen Demirbay-Freistoß mit dem langen Bein wie sonst nur auf der Gegenseite. Weit und breit stand kein Leverkusener zum Abschluss bereit.

Kurz darauf offenbarten die Münchner mittlerweile gewohnte Unsicherheiten in der Defensive. Dayot Upamecano unterlief einmal mehr ein katastrophaler Rückpass, der durch den Stangenschuss von Amine Adli ohne Folgen blieb. Der Ex-Salzburger Upamecano präsentierte sich wieder als eine Schwachstelle, was sein früherer Arbeitgeber vor dem Rückspiel in der "Königsklasse" am Dienstag (21.00 Uhr) in München mit Freude registriert haben wird. Die Gäste mit Julian Baumgartlinger auf der Bank aber nutzten weitere Einladungen nicht.

Marcel Sabitzer und Leroy Sane sollten es als Einwechselspieler zur Stundenmarke für den nun mit defensiver Dreierkette spielenden Rekordmeister richten. Sabitzer tauchte keine zwei Minuten im Spiel tatsächlich in abseitsverdächtiger Position alleine vor Lukas Hradecky auf, scheiterte aber mit seinem zentralen Versuch am Goalie. Der ÖFB-Star ist im Bayern-Dress weiter ohne Torbeteiligung.

Dafür jubelte Kalajdzic beim ersten Stuttgart-Sieg seit drei Monaten über sein zweites, enorm wichtiges Saisontor. Die Schwaben drehten gegen Gladbach erstmals seit zehn Jahren wieder einen 0:2-Rückstand zu einem Sieg. Der im Saisonverlauf lange verletzt fehlende Wiener Kalajdzic schoss im Rückraum stehend überlegt ein (83.). "Ich habe gewusst, den hau' ich rein. Gut annehmen, umdrehen und rein damit. Dankeschön."

Die von Adi Hütter betreuten Gäste hatten durch die Franzosen Alassane Plea (14.) und Marcus Thuram (35.) vorgelegt, Stuttgart im Finish aber nichts mehr entgegenzusetzen. In der Tabelle rückte der VfB, der zuvor neun Spiele nicht gewonnen hatte, bis auf einen Punkt an Hertha BSC auf dem Abstiegsrelegationsrang heran.

Die Berliner waren für Oliver Glasners Eintracht Frankfurt ein willkommener Aufbaugegner. Ansgar Knauff per Kopf (17.), Tuta (48.), Jesper Lindström (56.) und Rafael Borré (63.) sorgten für den hochverdienten 4:1-Sieg des Teams um Abwehrchef Martin Hinteregger nach zuletzt drei Niederlagen in Serie. Davie Selke ließ die "Alte Dame" nur kurz hoffen (61.). Die auf dem Relegationsplatz 16 liegenden Berliner befinden sich ungebremst im freien Fall: Sechs der jüngsten acht Spiele wurden verloren.

Im zunächst enorm statischen Duell der Tabellennachbarn Leipzig und Freiburg traf Ermedin Demirovic (38.) nach "Vorlage" von Leipzigs Amadou Haidara, der klären wollte, für die Gäste. Die Führung hielt lange, Leipzig ohne Konrad Laimer spielte weit weg von furios, doch Angeliño (90.) sorgte in der letzten Minute der regulären Spielzeit noch für den insgesamt verdienten Ausgleich.

Wolfsburgs 1:0 gegen Union Berlin war ähnlich mühselig erkämpft wie Bochums 2:1-Heimsieg über Schlusslicht Greuther Fürth. In Wolfsburg traf Unions Toptorjäger Taiwo Awoniyi früh per Kopf, allerdings nach einem Corner ins eigene Tor (24.). ÖFB-Teamspieler Xaver Schlager stand nach seinem überstandenen Kreuzbandriss erstmals seit August wieder in Wolfsburgs Startelf. Er durfte 64 Minuten ran. Bei Berlin blieb Christopher Trimmel auf der Ersatzbank.

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