Champions League

Ex-Salzburg-Kicker Sadio Mane eliminiert mit Liverpool den FC Bayern München

Liverpool hat sich als vierter englischer Vertreter ins Viertelfinale der Fußball-Champions-League vorgekämpft. Die "Reds" siegten am Mittwochabend in München mit 3:1 (1:1) gegen den FC Bayern und schafften nach dem torlosen Remis im Hinspiel den Aufstieg. Die Bayern verpassten somit die achte Viertelfinal-Teilnahme in Folge.

Matchwinner für den FC Liverpool war dabei ein früherer Spieler von Red Bull Salzburg: Sadio Mane erzielte zwei Tore (26., 84.) für die Elf von Trainer Jürgen Klopp, der vorentscheidende Treffer gelang Virgil van Dijk (69.) nach einem Eckball. Die Bayern mit David Alaba schafften durch ein Eigentor von Joel Matip (39.) nur den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Die Bayern wollten ihre ansteigende Form gegen Liverpool unter Beweis stellen. Die Münchner begannen forsch, die Engländer standen tief in der eigenen Spielhälfte und mussten den frühen Ausfall von Kapitän Jordan Henderson (Fußverletzung) hinnehmen. Der erste Treffer ging dennoch auf das Konto der Gäste. Mane ersprintete einen weiten Ball, schüttelte Gegenspieler Rafinha ab, ließ den übermotivierten Bayern-Torhüter Manuel Neuer bei dessen 100. Spiel in der Champions League ins Leere laufen und verwertete ins verwaiste Gehäuse.

Die Bayern ließen sich dadurch wenig beirren. Der Ausgleich war verdient: Wieder war es eine weite Vorlage, Serge Gnabry entwischte seinem Gegenspieler und brachte den Ball scharf zur Mitte, wo ihn Matip ins eigene Tor lenkte. Der von seiner Sehnenreizung wieder genesene Alaba versuchte sich kurz vor dem Pausenpfiff noch per Freistoß, zirkelte den Ball aber zu zentral auf Liverpools Alisson.

Gefordert blieben die Bayern, Liverpool genügte das Remis. Beim Premier-League-Zweiten lauerte das Sturmtrio Mohamed Salah, Roberto Firmino und Mane auf Fehler der Hausherren. Den Weg zum Aufstieg ebnete der Klopp-Elf jedoch eine Standardsituation: Der im Hinspiel noch gesperrte Abwehrchef Van Dijk stellte nach einem Eckball seine Kopfballstärke unter Beweis. Mane, der eine Flanke von Salah einnickte, beseitigte alle Zweifel am Sieger. Nach Dortmund (gegen Tottenham) und Schalke (Manchester City) verabschiedete sich damit auch der dritte deutsche Bundesligist im Achtelfinale gegen einen englischen Club.

Stimmen nach dem Spiel:

"Liverpool hat einfach besser gespielt und verdient gewonnen", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß kurz und bündig und entschwand in die Nacht.

"Alles", bedeute der Sieg, schwärmte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp. "Wir werden wahrgenommen als Topmannschaft, das freut mich sehr. So ein Ausrufezeichen zu setzen - das ist schon brutal gut."

"Wir haben zu wenig Durchschlagskraft nach vorne gehabt", monierte Bayern-Torhüter Manuel Neuer.

"Wir haben das Recht, enttäuscht zu sein. Wir sind bitter enttäuscht", erklärte Bayern-Trainer Niko Kovac. Ab Freitag müsse man den Kopf aber wieder freibekommen, sich aufrichten und positiv nach vorne schauen. "In der Bundesliga haben wir eine sehr gute Serie hinter uns, und ich hoffe, dass noch eine vor uns ist. Wir dürfen nicht negativ sein. Wir müssen das schnell abschütteln"

Barca gegen Lyon ohne Probleme weiter

Zum zwölften Mal im Viertelfinale en suite steht der FC Barcelona. Die Katalanen deklassierten Olympique Lyon nach dem 0:0 im Hinspiel zu Hause mit 5:1 (2:0). Lionel Messi (16./Foul-Elfmeter, 78.), Philippe Coutinho (31.), Gerard Pique (81.) und Ousmane Dembele (86.) schlugen für die Spanier zu. Die Auslosung des Viertelfinales erfolgt am Freitag (12.00 Uhr) in Nyon.

Barcelona dominierte im Camp Nou und bearbeitete Lyons Abwehr mit Nachdruck. Messi zwang OL-Torhüter Anthony Lopes bereits nach wenigen Minuten zu einer Flugeinlage, nach einer Viertelstunde war es schließlich ein Vergehen von Jason Denayer an Luis Suarez, das dem Argentinier die Chance vom Elferpunkt ermöglichte. Messi verwertete in Panenka-Manier mittig aufs Tor geschupft zu seinem 107. Treffer in der Königsklasse. Sein "ewiger" Widersacher Cristiano Ronaldo hält seit Dienstag bei 124.

Spaniens einzig verbliebener Club im Bewerb wusste auch danach zu gefallen. Suarez entwischte seinen Gegenspielern, legte uneigennützig für Coutinho auf und verhalf dem von den Fans zuletzt gescholtenen Brasilianer zu einem Erfolgserlebnis. Lyons Lopes musste nach einem Zusammenstoß dann vom Feld. Die wieder mit ihrem Topangreifer Nabil Fekir angetretenen Franzosen schafften es bis zur Pause nur vereinzelt, Barcelona zumindest ein wenig in Bedrängnis zu bringen.

Messi hatte zwei Minuten nach Wiederanpfiff die Entscheidung am Fuß, sein Lupfer wurde aber noch vor der Linie geklärt. Lyon war harmlos, schaffte aus einem Eckball aber das 1:2. Lucas Tousarts Treffer (58.) wurde aufgrund einer möglichen Abseitsstellung erst nach dreiminütiger VAR-Analyse gegeben. Dass Barcelona nicht mehr zittern musste, war wieder dem Star der Katalanen zu verdanken. Messi traf zunächst nach einer Einzelleistung zum 108. Mal in der Champions League und leistete bei den Toren von Pique und Dembele jeweils die Vorarbeit.

Bayerns Abschneiden in der Champions League

1994/95 Halbfinale
1995/96 Sieger UEFA-Cup
1996/97 1. Runde UEFA-Cup
1997/98 Viertelfinale
1998/99 Finale
1999/00 Halbfinale
2000/01 TITELGEWINN
2001/02 Viertelfinale
2002/03 Gruppenphase
2003/04 Achtelfinale
2004/05 Viertelfinale
2005/06 Achtelfinale
2006/07 Viertelfinale
2007/08 Halbfinale UEFA-Cup
2008/09 Viertelfinale
2009/10 Finale
2010/11 Achtelfinale
2011/12 Finale
2012/13 TITELGEWINN
2013/14 Halbfinale
2014/15 Halbfinale
2015/16 Halbfinale
2016/17 Viertelfinale
2017/18 Halbfinale
2018/19 Achtelfinale
Quelle: APA

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