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Champions-League-Finale: Der FC Bayern München besiegt Paris St. Germain mit 1:0

Der FC Bayern München hat gegen Paris Saint-Germain am Sonntag m Estádio da Luz von Lissabon den dritten Titelgewinn in der Champions League nach 2001 und 2013 gewonnen. Das Goldtor erzielte der Franzose Kingsley Coman in der 59. Minute - es war das 500. Tor für die Bayern in der Königsklasse. Auch für ÖFB-Teamspieler David Alaba war es ein Meilenstein.

ÖFB-Star David Alaba jubelt über seine zweite Champions-League-Trophäe. SN/AP
ÖFB-Star David Alaba jubelt über seine zweite Champions-League-Trophäe.

Ausgerechnet der in Paris geborene Kingsley Coman hat mit dem wichtigsten Tor seiner Karriere den zweiten Triple-Jahrgang des FC Bayern zu den Fußball-Königen von Europa gekürt. Das 500. Champions-League-Tor der Münchner entschied am Sonntagabend beim 1:0 (1:0) ein intensives, enges und hart umkämpftes Endspiel gegen Paris Saint-Germain beim Finalturnier in Lissabon. Damit triumphierten die Bayern zum insgesamt sechsten Mal im wichtigsten Europacup-Bewerb und holten dieses Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal. Der Schlusspfiff war der Start in eine lange Partynacht.

Held des Abends im Estádio da Luz war neben dem bärenstark haltenden Manuel Neuer Außenstürmer Coman, der bei PSG ausgebildet wurde und dort auch als 16-Jähriger sein Profidebüt gefeiert hatte. Bayerns "King" köpfte nach einer Superflanke von Joshua Kimmich in der 59. Minute das Tor zum Triple. Der Schachzug von Bayern-Trainer Hansi Flick war aufgegangen: Er hatte Coman für Ivan Perisic aufgeboten.

"Wir haben alle noch auf den Schlusspfiff gewartet, die Erleichterung war dann riesengroß", meinte Kapitän Neuer.

Ein Jahr nach Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool triumphierte der 55 Jahre alte Flick im deutschen Trainerduell mit Thomas Tuchel (46). Flick führte die Bayern sieben Jahre nach Jupp Heynckes in der ultra-langen und schwierigen Corona-Spielzeit in nicht einmal zehn Monaten Amtszeit als Chefcoach zum zweiten Triple. Die Bayern, die ihren dritten Titel nach 2001 und 2013 feierten, sind zudem in 28 Jahren Champions League der erste Gewinner, der in allen Saisonspielen siegen konnte - es waren elf an der Zahl.

ÖFB-Teamspieler David Alaba hat an diesem Abend von Lissabon einen weiteren Meilenstein seiner Karriere erreicht. Der Wiener holte mit dem FC Bayern seinen zweiten Champions-League-Titel. Bei seinem ersten Triumph mit den Münchnern, dem 2:1 im Endspiel 2013 in London gegen Dortmund, agierte Alaba noch als Linksverteidiger.

Diesmal gewann der ÖFB-Star den begehrtesten Titel auf Clubebene als Akteur im Abwehrzentrum. Auf dieser Position brachte Alaba in den vergangenen Monaten dermaßen starke Leistungen, dass die Bayern den 2021 auslaufenden Vertrag mit dem 28-Jährigen unbedingt verlängern wollen.

Seinen Wert für den FC Bayern stellte Alaba gegen PSG wieder unter Beweis. Gemeinsam mit Jerome Boateng und nach dessen Ausscheiden Niklas Süle ließ er die hochkarätige Angriffsreihe Angel di Maria, Kylian Mbappe und Neymar eher blass ausschauen, auch wenn sich manch defensive Verwundbarkeit der Bayern offenbarte. Alabas einziger Schnitzer kurz vor der Pause, ein Fehlpass im eigenen Strafraum, blieb folgenlos - Mbappe brachte nur ein Schüsschen zustande.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff verzichtete der Wiener auf große Jubelszenen. Sein erster Weg führte ihn zum weinenden Neymar, den er mit einer innigen Umarmung tröstete. Ob Alaba bei den Bayern bleiben wird, ist weiter nicht klar. Eine Entscheidung soll nahen.


Quelle: SN

Aufgerufen am 21.09.2020 um 09:05 auf https://www.sn.at/sport/fussball/international/champions-league-finale-der-fc-bayern-muenchen-besiegt-paris-st-germain-mit-10-91866982

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