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Champions League fixiert! Red Bull Salzburg im Hexenkessel eiskalt

Red Bull Salzburg steht zum dritten Mal in Folge in der Gruppenphase der Champions League. Der nationale Double-Gewinner gewann am Mittwoch das Play-off-Rückspiel bei Bröndby IF mit 2:1 (2:0). Das Hinspiel hatten die Bullen in der vergangenen Woche ebenso mit 2:1 für sich entschieden. Der 18-jährige Benjamin Sesko (4.) und der 20-jährige Brenden Aaronson (10.) sorgten für eine frühe Vorentscheidung, der Anschlusstreffer gelang Andreas Maxsö (62.).

Es war keine gewöhnliche Dienstreise für die Meisterkicker von Red Bull Salzburg, die zum Rückspiel im Champions-League-Play-off in Dänemark mit geschmacklosen Plakaten und einem nächtlichen Feuerwerk vor dem Mannschaftshotel empfangen wurden. Doch weder die Ablenkungsmanöver der Bröndby-Fans, noch der Hexenkessel im Stadion und schon gar nicht die begrenzte fußballerische Klasse des Gegners konnte die Bullen stoppen. Salzburg gewann am Mittwochabend mit 2:1 und steigt mit einem Gesamtscore von 4:2 in die Gruppenphase der Champions League auf.

Anders als im Hinspiel vor einer Woche, als man einem Rückstand hinterherlaufen musste und eine Vielzahl an tollen Torchancen ausgelassen hatte, zeigte sich das Team von Trainer Matthias Jaissle diesmal hocheffizient. Bereits in der vierten Minute schoss Benjamin Sesko die Bullen mit einer Weltklasse-Aktion in Führung. Nach einem Zuckerpass von Mo Camara aus der eigenen Hälfte nahm der 18-jährige Stürmer den Ball mit der Brust mit und traf ganz cool zum 1:0. In der zehnten Minute erhöhte Brenden Aaronson auf 2:0 und profitierte dabei von einem haarsträubenden Fehler von Bröndby-Keeper Mads Hermansen, der einen Abschlag in die Beine von Sesko spielte, der wiederum auf Aaaronson ablegte. Maximilian Wöber klärte kurz später nach einem Eckball auf der Linie (13.), danach flachte die in den ersten 20 Minuten ungemein intensive Partie etwas ab. Salzburg verwaltete im 500. Pflichtspiel von Kapitän Andreas Ulmer, hätte durch Karim Adeyemi nach einem weiteren Hermansen-Fauxpas sogar mit 3:0 in Führung gehen können. Stattdessen gelang Bröndby der Anschlusstreffer aus einer Standardsituation: In der 62. Minute verwertete Verteidiger Andreas Maxsö einen Freistoß per Kopf zum 1:2, konnte - ebenso wenig wie die Bullen - danach jedoch nicht mehr zulegen.

Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund zeigte sich von den unschönen Nebengeräuschen in Bröndby genauso wenig beeindruckt wie seine Mannschaft auf dem Spielfeld. "Für einige junge Spieler ist das natürlich etwas Neues gewesen, aber wir wollten dem nicht zu viel Gewicht geben und die Antwort auf dem Platz liefern", sagte Freund. "Das ist uns sehr beeindruckend gelungen. Wir sind richtig mutig ins Spiel gestartet, das war ein extrem reifer Auftritt der Mannschaft."

Reif ist ein gutes Stichwort, spielt Red Bull Salzburg doch auch im Herbst 2021 wieder neben den ganz Großen des europäisches Clubfußball in der Millionenliga. Donnerstag um 18 Uhr findet in Istanbul die Auslosung zur Champions-League-Gruppenphase statt, Salzburg liegt in Topf 3. Die SN haben drei mögliche Gruppenszenarien zusammengestellt. Englands Meister Manchester City (Topf 1), Paris St.-Germain mit Lionel Messi (Topf 2) und der AC Milan (Topf 4) wären eine wahre Traumgruppe. OSC Lille, FC Sevilla und Wolfsburg die Horrorgruppe, weil die Gegner schwierig, aber weniger attraktiv sind. Die vermeintlich lösbarste Gruppenkonstellation wäre Sporting Lissabon, Dortmund und Brügge.

Das Match im Liveticker zum Nachlesen:

Aufgerufen am 25.05.2022 um 06:07 auf https://www.sn.at/sport/fussball/international/champions-league-fixiert-red-bull-salzburg-im-hexenkessel-eiskalt-108409879

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