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Champions League ins Free-TV: Sky kontert Rummenigge

Die Champions League soll wieder im frei zu empfangbaren Fernsehen laufen: Das hört sich für die meisten Fußballfans gut an. Für Sky hingegen nicht, und so setzte der Pay-TV-Sender nach dem Free-TV-Vorstoß von Karl-Heinz Rummenigge zum Konter an - mit einer verbalen Ohrfeige für den Bayern-Boss.

Rummenigge muss Kritik einstecken SN/APA (dpa)/Lino Mirgeler
Rummenigge muss Kritik einstecken

Der Bezahl-Sender wies Rummenigges Forderung nach Live-Übertragungen des wichtigsten Europacups im Free-TV deutlich zurück. Er machte den FC Bayern sogar verantwortlich für die derzeitige Situation. Sky-Manager Jacques Raynaud sagte den Zeitungen "Die Welt" und "Bild" in ungewohnter Schärfe: "Die jeweiligen Rechteinhaber sind verantwortlich für die Ausschreibung und die angebotenen Pakete. Die Ausschreibung der UEFA war - auf starken Druck der Spitzenklubs - eindeutig: Das meiste Geld gewinnt - ohne Wenn und Aber. Sky das Ergebnis jetzt vorzuwerfen und die Voraussetzungen dafür selbst geschaffen zu haben, ist abwegig."

Auch für Sky kam der Rummenigge-Vorstoß wohl überraschend. Vor allem, weil der FC Bayern sowohl bei den TV-Geld-Ausschüttungen der DFL als auch der Europäischen Fußball-Union (UEFA) mehr kassiert als jeder andere Bundesligist - und das mit Abstand meiste Geld kommt aus dem Bezahlbereich, vor allem von Sky. Das Medienunternehmen zahlt schätzungsweise mehr als Milliarde Euro pro Saison für Fußball-Rechte.

Rummenigge hatte zuvor kritisiert, dass die Champions League in Deutschland - wie auch in Österreich - nur noch gegen zusätzliche Bezahlung zu sehen ist. Er hatte gefordert: "Wir müssen bei der UEFA alles in die Waagschale legen, damit in Deutschland ab der nächsten Rechteperiode wieder mindestens ein Livespiel, idealerweise ein Topspiel, im Free-TV zu sehen ist." Sogar Hans-Joachim Watzke stimmt dem Konkurrenten aus München zu. "Ich finde die Anregung von Rummenigge durchaus sinnvoll", sagte der BVB-Chef der "Bild". Laut aktuellem Vertrag ist die Champions League in Deutschland und Österreich bis 2021 auf Sky und dem ebenfalls kostenpflichtigen Internet-Anbieter DAZN zu sehen.

Quelle: Apa/Dpa

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