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Chef-Referee Rosetti: Mehr Gerechtigkeit durch Videobeweis

UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti hat vor zu hohen Erwartungen durch die bevorstehende Einführung des Videoreferees in der Champions League gewarnt. "Der Videobeweis kann nicht perfekt sein. Es sitzt ein Mensch vor dem Bildschirm", sagte der Italiener am Mittwoch bei einer Präsentation der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Rom. Dennoch werde die Technik für mehr Gerechtigkeit sorgen.

Erstmals wird die Video-Hilfe für die Unparteiischen in der Fußball-Königsklasse in den Achtelfinal-Spielen eingesetzt, die am kommenden Dienstag beginnen. Ursprünglich hatte die UEFA die Einführung erst für die kommende Europacup-Saison geplant. Im Gegensatz zur FIFA, die bei der WM 2018 auf den Videoschiedsrichter setzte, hatte der europäische Dachverband länger mit der Einführung gezögert.

Wie in der deutschen Bundesliga soll der Videoreferee nur bei klaren Fehlentscheidungen für vier Spielsituationen eingreifen: Tor, Elfmeter, Platzverweis und Spielerverwechslung bei persönlichen Strafen. Die Referees werden dabei möglicherweise häufiger die Situationen auf dem Bildschirm am Spielfeldrand kontrollieren als in anderen Wettbewerben. Nur bei faktischen Entscheidungen - wie zum Beispiel Abseitsfragen - sollen sie dem VAR-Urteil ohne eigene Ansicht folgen.

Außer in der Champions League werden 2020 unter anderem beim Finale der Europa League, dem Final Four der Nations League, dem Supercup und bei der EM-Endrunde Videoschiedsrichter zum Einsatz kommen.

Quelle: Apa/Dpa

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