Das violette Fußballwunder 1994

Das violette Fußballwunder 1994

Die Kicker von Austria Salzburg wuchsen über sich hinaus, erreichten das UEFA-Cup-Finale, wurden erstmals österreichischer Meister und spielten in der Champions League. Im violetten Tagebuch werden die Ereignisse des unglaublichen Fußballjahres 1993/94 noch einmal lebendig.

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19. Oktober 1994: Im zweiten Champions-League-Heimspiel wartete auf Austria Salzburg mit Ajax Amsterdam ein Klasseteam. Die Baric-Elf holte gegen das Team mit zahlreichen Topstars ein 0:0.

Das erste Auswärtsspiel von Austria Salzburg in der Champions League endete mit einem Eklat. Beim 0:3 gegen AC Milan wurde Torhüter Otto Konrad von einer Wasserflasche am Kopf getroffen. Ein Nachspiel am Grünen Tisch folgte.

14. September 1994: Das erste Champions-League-Spiel eines österreichischen Clubs brachte für Austria Salzburg ein 0:0 gegen AEK Athen.

24. August 1994: Mit einem 3:1-Sieg gegen Maccabi Haifa stand es fest, Austria Salzburg spielte im Konzert der ganz Großen in Europa mit. Der Toptransfer von Trainer Otto Baric erwies sich als absoluter Glücksgriff.

10. August 1994: Mit einem 2:1 im Hinspiel der Qualifikation in Israel kam Austria Salzburg dem Traum von der Champions League schon ganz nah.

31. Juli 1994: Austria Salzburg geht als Titelverteidiger in die neue Ligasaison. Wenige Tage zuvor eroberten die Violetten erstmals den Supercup.

20. Juli 1994: Maccabi Haifa hieß die Hürde zur Champions League für Austria Salzburg. Als Belohnung winkten Duelle mit AC Milan und Ajax Amsterdam.

11. Juli 1994: In ganz Europa als UEFA-Cup-Finalist gefeiert, daheim aber mächtiger Ärger mit einem Landesligisten: Im Sommer 1994 sahen sich Austria Salzburg und sein Präsident Rudi Quehenberger plötzlich mit einer Millionenforderung des SV Seekirchen konfrontiert.

28. Juni 1994: Zum Start in die erste Champions-League-Saison von Austria Salzburg konnte Trainer Otto Baric beinahe alle seine Wunschspieler begrüßen.

5. Juni 1994: Der erste Meistertitel von Austria Salzburg steht nach einem 0:0 bei Rapid fest. Im Hanappi-Stadion feiern tausende mitgereiste Fans begeistert mit ihren Lieblingen.

28. Mai 1994: Im Finish der Bundesliga blieben die Fans von Austria Salzburg ebenso reisefreudig wie zuvor im UEFA-Cup.

1994 unterlag Austria Salzburg nach einer sensationellen Saison im UEFA-Cup erst im Finale knapp gegen Inter Mailand. 25 Jahre danach hat sich ein Großteil der damaligen Akteure in Maria Alm getroffen und in Erinnerungen geschwelgt.

Als Fußballer zu Popstars wurden: Nie war eine österreichische Fußballmannschaft einem Europacupsieg näher als Austria Salzburg vor 25 Jahren.

10. Mai 1994: Ab dem Tag vor dem Final-Rückspiel im UEFA-Cup war Mailand in violett-weiß gehüllt. 6000 Austria-Salzburg-Fans begleiteten ihre Mannschaft und hofften auf die Wende gegen Inter.

6. Mai 1994: Die Generalprobe für das UEFA-Rückspiel gegen Inter Mailand wurde zur großen Gala von Lehen: Beim 6:0-Sieg gegen Austria Wien brannten die Salzburger ein Fußballfeuerwerk ab.

30. April: Vier Tage nach dem Final-Hinspiel gegen Inter Mailand wurden die Europacup-Heroen von Austria Salzburg brutal auf den harten Boden der heimischen Fußballrealität zurückgeholt: Ein Gegentor in der 90. Minute besiegelte eine 0:1-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Wiener Sportclub.

26. April 1994: Austria Salzburg bietet Inter Mailand im ersten UEFA-Cup-Finale in Wien Paroli, muss aber ein Gegentor durch Nicola Berti hinnehmen. Für das Rückspiel blieb trotz der 0:1-Niederlage alles offen.

20. April 1994: Bei den frischgebackenen UEFA-Cup-Finalisten von Austria Salzburg nahmen die Anfragen für Matchkarten gegen Inter Mailand kein Ende. Im heimischen Liga-Alltag stotterte der Motor.

15. April 1994: Stundenlanges Warten für Tickets nahmen die Fans in Kauf, um beim UEFA-Cup-Finale Austria Salzburg - Inter Mailand dabeizusein. Fast zur Nebensache wurde die Meisterschaft, in der Pfeifenberger und Co. nach dem Europacuperfolg vorerst wieder einen Rückschlag erlitten.

12. April 1994: Die Sensation war perfekt - Casino Austria Salzburg stand im UEFA-Cup-Finale. Ein 1:1 im Halbfinalrückspiel beim Karlsruher SC reichte nach dem 0:0 von Wien zum Aufstieg.

Vier Siege in vier Spielen feierte Austria Salzburg 1993/94 in der Bundesliga gegen Austria Wien. Die geprügelten Veilchen rehabilitierten sich im fünften violetten Duell und behielten zumindest im ÖFB-Cup die Oberhand.

29. März 1994: Das Hinspiel im UEFA-Cup-Halbfinale im Wiener Ernst-Happel-Stadion zwischen Austria Salzburg und dem Karlsruher SC endete torlos. Das Rennen um den Finaleinzug blieb offen.

25. März 1994: Während Austria Salzburg sich auf das UEFA-Cup-Halbfinale gegen Karlsruhe einstimmte, erklärte ausgerechnet der Trainer des Gegners Salzburg-Torhüter Otto Konrad zu seinem Wunschspieler.

17. März 1994: Nach dem sensationellen Aufstieg wartete im UEFA-Cup-Halbfinale Karlsruhe als nächster Gegner auf Austria Salzburg. Adi Hütter wurde erstmals ins ÖFB-Nationalteam einberufen.

15. März 1994: 17:0 stand es in den deutsch-österreichischen Duellen im Europacup, und Eintracht Frankfurt hatte im Rückspiel des UEFA-Cup-Viertelfinales gegen Austria Salzburg alle Trümpfe in der Hand.

11. März 1994: Bei der Generalprobe für das Rückspiel gegen Eintracht Frankfurt gab es ein enttäuschendes 0:0 gegen Mödling für Austria Salzburg. Der Außenseiter mit seinem Trainer Hans Krankl war zum wiederholten Mal eine harte Nuss.

Die Freude über Austria Salzburgs 1:0-Sieg im UEFA-Cup gegen Eintracht Frankfurt war getrübt durch die Entgleisung von Trainer Otto Baric im Viertelfinal-Hinspiel. Die UEFA griff streng durch.

Nur drei Tage nach dem 1:0-Hinspielsieg gegen Eintracht Frankfurt im UEFA-Cup-Viertelfinale folgte im März 1994 der nächste Glanzauftritt in Wien.

Am 3. März 1994 sorgte Austria Salzburg für die nächste österreichische Fußball-Sternstunde. Im Hinspiel des UEFA-Cup-Viertelfinales gegen Eintracht Frankfurt gab es in Wien einen 1:0-Sieg.

Das Hinspiel im UEFA-Cup war seit Wochen ausverkauft, in Salzburg herrschte Vorfreude vor dem Match der Austria gegen Eintracht Frankfurt. Bei den Deutschen wurde die Kritik an Trainer Klaus Toppmöller immer lauter.

Schon vor dem UEFA-Cup-Hit gegen Eintracht Frankfurt gab es Positiv-Schlagzeilen im Tagesrhythmus für Austria Salzburg.

Für die Vorbereitung auf den Europacup-Frühling reiste Otto Baric 1994 mit Austria Salzburg nicht in südliche Gefilde, sondern nach Belgien. Eine Entscheidung, die nicht gerade Begeisterung bei den Kickern auslöste.

Februar 1994: Kaum stand fest, dass Austria Salzburg den UEFA-Cup-Schlager gegen Eintracht Frankfurt in Wien spielen würde, füllten sich die Sonderzüge. So viel kostete das Fußballvergnügen damals.

Ende Jänner 1994 stand endlich fest, dass Austria Salzburg den UEFA-Cup-Hit gegen Eintracht Frankfurt im Wiener Ernst-Happel-Stadion spielen würde. Ein Run auf die Tickets begann.

Im Europacup-Erfolgsjahr 1993/94 wurde das Problem des zu kleinen Lehener Stadions offensichtlich. In der Winterpause wurden Pläne für einen Ausbau gewälzt.

7. Jänner 1994: Beim Wiener Stadthallenturnier hatte Neuzugang Marquinho seinen ersten Auftritt für Austria Salzburg. Der Brasilianer wurde fürs Frühjahr verpflichtet.

Auch als erfolgreiche UEFA-Cup-Teilnehmer ließen es sich Salzburgs Fußballer 1993/94 nicht nehmen, in der Halle aufzugeigen. Der Auftritt beim Wiener Stadthallenturnier endete für Austria Salzburg aber mit Misstönen.

22. Dezember 1993: Bei der 60-Jahr-Feier von Austria Salzburg wurde auf eine bewegte Klubgeschichte zurückgeblickt. In der Chronik fehlte nur ein Meistertitel.

18. Dezember 1993: In der großen Euphorie um Austria Salzburg und den bevorstehenden UEFA-Cup-Hit gegen Eintracht Frankfurt sollten auch namhafte Verstärkungen geholt werden. Interessante Namen kursierten an der Gerüchtebörse.

16. Dezember 1993: Austria Salzburg hat im UEFA-Cup Eintracht Frankfurt als Viertelfinalgegner gezogen. In die Freude mischen sich aber Misstöne. Klubboss Rudi Quehenberger will das Heimspiel ins Wiener Ernst-Happel-Stadion verlegen.

14. Dezember 1993: Eine Woche nach dem Lehener Wintermärchen mit dem Sieg gegen Sporting Lissabon fieberten die Fußballer von Austria Salzburg der Viertelfinal-Auslosung des UEFA-Cups entgegen. Und die brachte tatsächlich einen Wunschgegner.

Am 7. Dezember 1993 nahm mit dem 3:0 nach Verlängerung gegen Sporting Lissabon ein Salzburger Fußballwunder seinen Anfang. Am Ende erreichte die Austria sogar das UEFA-Cup-Finale. Die SN trafen die Legenden von damals zum 25. Jahrestag auf dem Lehener Rasen.

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