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Der Aufstieg wäre auch finanziell lukrativ

Red Bull Salzburg hat in dieser Europacup-Saison bereits knapp zehn Millionen Euro verdient.

Sportdirektor Christoph Freund hat in jeder Hinsicht Grund zur Freude. SN/gepa
Sportdirektor Christoph Freund hat in jeder Hinsicht Grund zur Freude.

Eine Teilnahme an der Champions League ist nicht nur sportlich top, sondern auch finanziell erstrebenswert. Aber auch die Europa League, oft als "Armenhaus" verschmäht, kann durchaus lukrativ sein.

Red Bull Salzburg beispielsweise hat auf dem Weg bis ins Achtelfinale schon 6,875 Millionen Euro allein an Preisgeldern verdient. Rechnet man die Einnahmen aus dem Marktpool und den Verkauf der Eintrittskarten dazu, hat die Europacup-Saison der Bullen bisher knapp zehn Millionen Euro eingebracht. Das sind exakt jene Einnahmen, die Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund beziffert hat, die zusätzlich notwendig sind, um das Jahresbudget auf dem aktuellen Niveau halten zu können.

Besonders lukrativ wäre freilich der Aufstieg ins Viertelfinale der Europa League. Der ist mit einer Million Euro dotiert. Ebenfalls rund eine Million Euro bringt ein ausverkauftes Stadion wie gegen Borussia Dortmund ein. Geld, das Red Bull Salzburg gut gebrauchen kann, um auch in Zukunft in die talentiertesten Spieler investieren zu können.   Denn die Vereinskasse ist nicht mehr so prall gefüllt wie beim Einstieg von Red Bull ins Fußballgeschäft 2005. Seit der formalen Trennung vom Schwesterclub RB Leipzig (2015) aufgrund der UEFA-Wettbewerbsintegrität ist Red Bull "nur" mehr Hauptsponsor und nicht mehr Club-Eigentümer und darf somit maximal 30 Prozent des Jahresbudgets zuschießen.

Umso wertvoller sind die Erfolgsprämien, die Salzburg in dieser Saison von der UEFA kassiert. Neben 2,6 Millionen Euro Startprämie in der Europa League gab es für jeden Sieg in der Gruppenphase 360.000 Euro, für jedes Remis 120.000 (siehe Daten & Fakten). Im Fall von Salzburg kommen 320.000 Euro vom Aufstieg in der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation gegen Hibernians FC (3:0, 3:0) sowie 420.000 Euro für das Aus im Play-off gegen HNK Rijeka (1:1, 0:0) hinzu. Darüber hinaus kassierten die Bullen nach drei Siegen und drei Unentschieden in der Europa-League-Gruppenphase 600.000 Euro für den Gruppensieg - macht insgesamt 6,875 Millionen.

Und die Reise durch Europa ist noch nicht zu Ende …

Daten & Fakten

UEFA-Prämien in der Europa League

Sieger des Play-offs: 245.000 Euro
Antrittsgeld Gruppenphase: 2,6 Millionen Euro
pro Sieg in der Gruppenphase: 360.000 Euro
Unentschieden in der Gruppenphase: 120.000 Euro
Einzug ins Sechzehntelfinale: 500.000 Euro
Achtelfinale: 750.000 Euro
Viertelfinale: 1 Million Euro
Halbfinale: 1,6 Millionen Euro
Finalist: 3,5 Millionen Euro
Sieger: 6,5 Millionen Euro

Hinzu kommen variable Einnahmen aus dem Markt-Pool (z. B. TV-Gelder), in dem heuer in der Europa League insgesamt 160 Mill. Euro ausgeschüttet werden.

Aufgerufen am 15.08.2018 um 04:15 auf https://www.sn.at/sport/fussball/international/der-aufstieg-waere-auch-finanziell-lukrativ-25395997

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