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Für den LASK führt die Mathematik zur Magie

Europa-League-Qualifikation: Gegner Dunajska Streda hat bislang eine perfekte Saison gespielt.

Dominik Thalhammer rechnet.  SN/APA (EXPA/JFK)/EXPA/JFK
Dominik Thalhammer rechnet.

Die magischen Europacupnächte auf der ausverkauften Linzer Gugl sind noch gar nicht so lang her. Und doch ist nach Corona-Wirren und Trainerwechsel bereits eine neue Ära beim LASK angebrochen. Auch unter Dominik Thalhammer wollen sich die Linzer international profilieren. Der Auftakt dazu soll am Donnerstag (20.30 Uhr/live ORF 1) gegen den slowakischen Tabellenführer Dunajska Streda erfolgen. Bei einem Erfolg ginge es am 1. Oktober gegen den Sieger aus Sporting Lissabon gegen Aberdeen um einen Platz in der Gruppenphase der Europa League.

Damit sich Magie entfalten kann, muss zuerst die Mathematik bemüht werden. Über Fachbegriffe wie "expected goals" und "pressing index" dozierte Thalhammer am Tag vor dem Spiel. Diese Werte, die über die Torgefährlichkeit bzw. die Abwehrstabilität Auskunft geben, sprechen dafür, dass dem LASK demnächst der Knopf aufgeht.

"Unsere Ideen und unser Spielkonzept greifen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder Tore aus dem Spiel heraus machen", ist Thalhammer von der Aussagekraft der Statistik überzeugt. Ihre beiden bisherigen Liga-Tore erzielten die Linzer aus ruhenden Bällen. "Tore zählen auch aus Standards", stellte Thalhammer fest. Keine Rechenkünste braucht es für die zu erwartende Zuschauerzahl: Die wird genau Null betragen, weil wie bei allen Europacupspielen derzeit auch im Linzer Stadion keine Fans zugelassen sind.

Neun Siege in neun Pflichtspielen hat Dunajska Streda in dieser Saison zu Buche stehen. Nach der Meinung des LASK-Trainers würde der Gegner in der österreichischen Bundesliga "bestimmt unter den Top vier mitspielen". Der Club, gegen den Austria Salzburg 1993 mit zwei 2:0-Siegen sein UEFA-Cup-Wunder startete, ist das Aushängeschild der ungarischen Minderheit in der Slowakei und kann auf Ministerpräsident Viktor Orban als Finanzier im Hintergrund zählen.

Trainer Bernd Storck leitete als Ungarns Teamchef mit dem 1:0-Sieg 2016 in Bordeaux das EURO-Desaster von Marcel Kollers ÖFB-Team ein. Die Stars der Mannschaft sind Andrija Balic (23, früher Udine) und Kapitän Zsolt Kalmar (25), ungarischer Teamspieler und früher bei RB Leipzig engagiert.

Quelle: SN, Gö-Apa

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