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Fußball: Ralph Hasenhüttl ist nicht mehr Leipzig-Trainer

Ralph Hasenhüttl ist laut unbestätigten Medieninformationen nicht mehr Trainer des deutschen Fußball-Bundesligisten RB Leipzig. Der Steirer und der Club hätten sich auf die vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt, berichtete am Mittwoch unter anderem das Fachblatt "Kicker".

So nahm er (vorläufig) Abschied aus der Bundesliga – Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl beim 6:2-Sieg seiner Mannschaft bei Hertha BSC am 12. Mai 2018 in Berlin. SN/GEPA pictures
So nahm er (vorläufig) Abschied aus der Bundesliga – Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl beim 6:2-Sieg seiner Mannschaft bei Hertha BSC am 12. Mai 2018 in Berlin.

Die Zeit von Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig ist trotz einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte nach nur zwei Jahren beendet. Nach einem mittlerweile possenhaft wirkenden Hin und Her der vergangenen Wochen und Monate trennte sich der sächsische Fußball-Bundesligist am Mittwoch von dem 50 Jahre alten Österreicher.

Mit Hasenhüttl, der den Verein unter anderem zur deutschen Vizemeisterschaft im ersten Bundesligajahr und dem Viertelfinale in der Europa League geführt hatte, soll auch Co-Trainer Zsolt Löw gehen, der auf der Wunschliste des neuen PSG-Trainer Thomas Tuchel stehen soll.

Medienberichten zufolge hatte die Vereinsführung mit Sportdirektor Ralf Rangnick und Vorstandsboss Oliver Mintzlaff bei einem weiteren Vertragsgespräch am Dienstag kein neues Angebot gemacht. Damit war die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bis zum Vertragsende im Juni 2019 offensichtlich nicht mehr gewährleistet.

Aus der Pressemitteilung von RB Leipzig am 16. Mai. SN/rb leipzig
Aus der Pressemitteilung von RB Leipzig am 16. Mai.

Alle Beteuerungen von Mintzlaff und Rangnick sind damit zunichte gemacht. Erst am vergangenen Wochenende hatte Rangnick gesagt: "Er wird auf jeden Fall nächstes Jahr unser Trainer sein, daran gab es noch nie irgendeinen Zweifel." Ob der bald 60-Jährige nun selbst wieder auf den Trainerposten rückt, blieb zunächst offen.

Klar ist, dass der mächtige RB-Sportdirektor mit der Entscheidung gegen Hasenhüttl, der in Spieler- und Fankreisen hohes Ansehen und große Sympathiewerte genießt, nun gehörig unter Druck steht. So wie der gesamte Verein, dem womöglich auch noch Spielerabgänge drohen könnten.

Spekulationen um die Zukunft von Hasenhüttl gab es aber seit Monaten. Zuerst wurde er als möglicher Kandidat für den Trainerposten beim FC Bayern München gehandelt, auch bei Borussia Dortmund.

Aus der Pressemitteilung von RB Leipzig am 16. Mai. SN/rb leipzig
Aus der Pressemitteilung von RB Leipzig am 16. Mai.

Dann, nach einer Serie von vier Niederlagen und einem Remis, dem Verpassen der Champions League und dem Bangen sogar um die Europa League wurde das Engagement bei RB infrage gestellt. Rangnick sprach mit Blick auf eine Vertragsverlängerung auch einmal davon, dass man sehe müsse, "ob wir eine Grundlage finden, über 2019 hinaus weiter zusammenzuarbeiten".

Hasenhüttl selbst hatte beim ersten Gespräch über einen möglichen neuen Vertrag bei RB Leipzig im Dezember um Aufschub gebeten. Er war mit der jungen Mannschaft in der Champions League als deutscher Vizemeister hinter Besiktas Istanbul und dem FC Porto ausgeschieden, hatte sich aber vor der AS Monaco noch in die Europa League gerettet.

Aus der Pressemitteilung von RB Leipzig am 16. Mai. SN/rb leipzig
Aus der Pressemitteilung von RB Leipzig am 16. Mai.

Dort wollte Hasenhüttl sehen, was mit dem Team und dem Konzept der Leipziger, junge Spieler bis 24 Jahre zu holen und keine Unsummen auszugeben für gestandenere Profis, möglich ist. RB setzte sich gegen den SSC Neapel und den FC St. Petersburg durch, erst im Viertelfinale war Schluss gegen Olympique Marseille. Das Aus fiel in die Krisenphase der Sachsen, auch bedingt durch Ausfälle wichtiger Spieler.

Dennoch hatte Hasenhüttl, der in seiner Zeit bei RB durch die Erfolge auch deutlich selbstbewusster wirkte und auftrat, seine Bereitschaft klar signalisiert, über 2019 hinaus RB-Trainer zu bleiben. Die Gespräche wurden dann auf die Zeit nach dem Saisonende verschoben. Durch das 6:2 am letzten Spieltag bei Hertha BSC hatte er noch mal gute Argumente gesammelt und RB auf Platz sechs gehalten.

Hasenhüttl war im Sommer 2016 vom FC Ingolstadt zum damaligen Aufsteiger nach Leipzig gekommen und führte den jungen Verein gleich in der ersten Bundesligasaison zur Vizemeisterschaft und damit in die Champions League.

Sein (vorläufig) letzter Auftritt in Leipzig – Ralph Hasenhüttl am 13. Mai beim Abschieds-Freundschaftsspiel für die langjährigen RB-Kapitän Dominik Kaiser.  SN/gepa pictures/ roger petzsche
Sein (vorläufig) letzter Auftritt in Leipzig – Ralph Hasenhüttl am 13. Mai beim Abschieds-Freundschaftsspiel für die langjährigen RB-Kapitän Dominik Kaiser.
Sein (vorläufig) letzter Auftritt in Leipzig – Ralph Hasenhüttl am 13. Mai beim Abschieds-Freundschaftsspiel für die langjährigen RB-Kapitän Dominik Kaiser.  SN/GEPA pictures
Sein (vorläufig) letzter Auftritt in Leipzig – Ralph Hasenhüttl am 13. Mai beim Abschieds-Freundschaftsspiel für die langjährigen RB-Kapitän Dominik Kaiser.
Sein (vorläufig) letzter Auftritt in Leipzig – Ralph Hasenhüttl am 13. Mai beim Abschieds-Freundschaftsspiel für die langjährigen RB-Kapitän Dominik Kaiser.  SN/GEPA pictures
Sein (vorläufig) letzter Auftritt in Leipzig – Ralph Hasenhüttl am 13. Mai beim Abschieds-Freundschaftsspiel für die langjährigen RB-Kapitän Dominik Kaiser.
Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 17.07.2018 um 09:23 auf https://www.sn.at/sport/fussball/international/fussball-ralph-hasenhuettl-ist-nicht-mehr-leipzig-trainer-27986710

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