Fussballwunder 1994

Silvesterkrach auf dem Parkett

Auch als erfolgreiche UEFA-Cup-Teilnehmer ließen es sich Salzburgs Fußballer 1993/94 nicht nehmen, in der Halle aufzugeigen. Der Auftritt beim Wiener Stadthallenturnier endete für Austria Salzburg aber mit Misstönen.

In der Wiener Stadthalle bekleckerten sich die Salzburger nicht mit Ruhm.  SN/gepa
In der Wiener Stadthalle bekleckerten sich die Salzburger nicht mit Ruhm.

Am Stefanitag 1993 startete der Auftritt der Salzburger beim traditionsreichen Hallenturnier in der Wiener Stadthalle. Gegen die Bandenzauberer wie Roman Mählich vom Wiener Sportklub brauchte es aber einen Otto Konrad in Hochform im Tor, um zu bestehen. Ein mageres 1:1 gegen die Dornbacher, da gab es lange Gesichter. Als die stolzen Salzburger Euro-Fighter dann von der Vienna vorgeführt wurden und am Tag vor Silvester mit 2:7 unterlagen, wurde es laut. Otto Konrad machte freiwillig seinem Ersatzmann Thomas Thalhammer Platz und setzte sich auf die Tribüne. Den Zuschauern waren zuvor Unstimmigkeiten im violetten Team nicht verborgen geblieben. Die "Salzburger Nachrichten" schrieben von Schreiduellen auf dem Parkett. Es gab offensichtlich unterschiedliche Auffassungen darüber, mit wieviel Einsatz der Hallenauftritt zu bestreiten sei.

Auch nach dem Jahreswechsel kam Otto Barics Truppe nicht so richtig in die Gänge, auch das zweite Duell gegen die Vienna endete mit einer blamablen Niederlage (0:4). Somit gab es am Ende nur Platz sieben. "Die Halle ist nicht unser Metier", bilanzierte der Coach. Seinen Neuzugang testete Baric in der Schlussphase des Turniers auf dem Parkett. Inzwischen wusste man auch, dass der Brasilianer nicht José Marinho, sondern Marco Marquinho hieß.

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