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Gegen Neymar und Co. stehen die ÖFB-Kicker im Schaufenster

Beim Test gegen Brasilien sitzen viele internationale Beobachter auf der Tribüne. In Franco Fodas Team gibt es Kandidaten, die sich für einen Transfer interessant machen können.

Da capo: Aleksandar Dragovic glänzte schon 2014 gegen Neymar.  SN/gepa
Da capo: Aleksandar Dragovic glänzte schon 2014 gegen Neymar.

Zu den vielen Ritualen vor einem Länderspiel gehört die Bekanntgabe der Liste von Beobachtern internationaler Clubs, die der Partie beiwohnen. Die ist vor dem Testspiel Österreich gegen Brasilien (Sonntag, 16 Uhr, live in ORF eins) im Wiener Ernst-Happel-Stadion besonders lang. Es gibt wohl auch kaum ein attraktiveres Schaufenster für einen Fußballer als ein Match gegen das Weltklasseteam um Superstar Neymar.

Offiziell auf Arbeitssuche ist zwar momentan keiner im großen ÖFB-Aufgebot. Was Teamchef Franco Foda auch sehr recht ist: "Natürlich gibt es gerade in der jetzigen Phase Gerüchte, aber bei uns im Team ist das absolut kein Thema. Das möchte ich auch nicht, denn es sollen sich alle auf die Spiele konzentrieren."

Und gemäß dieser Maxime funkte der Teamchef gleich dazwischen, als Journalisten bei der ÖFB-Pressekonferenz am Donnerstag bei Peter Zulj erfragen wollten, ob er auch in der kommenden Saison noch die Schuhe für Sturm Graz schnüren werde. Mit einer starken Saison, in der er zum besten Spieler der Liga gewählt wurde, hat er seinen Marktwert sicher gesteigert. Zulj selbst hatte schon früher erklärt, über kurz oder lang in die deutsche Bundesliga zu wollen. Derzeit aber gehe er davon aus, nach dem Brasilien-Spiel sowie seinem Urlaub am 2. Juli zum Trainingsauftakt wieder in Graz zu erscheinen.

Stefan Lainer von Red Bull Salzburg blieb die Verlegenheit erspart, in ÖFB-Adjustierung über seine Transferoptionen sprechen zu müssen - er wurde am Mittwoch kurzerhand wieder von der Liste der Gesprächspartner in Bad Tatzmannsdorf gestrichen. Bei dem Salzburger sollen nach seinen überragenden Darbietungen in der Europa League Interessenten aus Italien angeklopft haben. Napoli mit seinem neuen Trainer Carlo Ancelotti habe den 25-Jährigen auf der Wunschliste, heißt es aus Italien.

Deutlich auf Veränderung stehen die Signale bei Aleksandar Dragovic, der nach seinem einjährigen Leih-Engagement bei Leicester zu Bayer Leverkusen zurückkehrt. Dort läuft sein Vertrag noch bis 2021. Der Innenverteidiger will sich mit dem deutschen Bundesligisten zusammensetzen, um dessen Pläne zu erfahren - und mögliche Alternativen auszuloten. "Ich bin ein Spieler, der Selbstvertrauen braucht", sagt er. Die Vorbereitung will er bereits mit dem Club absolvieren, für den er im Herbst auch spielt. Ein guter Auftritt gegen Brasilien - wie 2014, als er beim 1:2 per Elfmeter Österreichs Tor erzielte - kann jedenfalls nicht schaden.

Ganz auf Brasilien konzentrieren kann sich David Alaba, der die latenten Real-Madrid-Gerüchte jüngst mit einem Bekenntnis zu Bayern München abgestellt hat. Und Marko Arnautovic? Der braucht das Schaufenster Brasilien wohl auch nicht - Manchester-United-Trainer José Mourinho hat beim 1:0 gegen Russland in Innsbruck genug gesehen.

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