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Hütter und Kovac: Zwei Ex-Bullen tauchen in neue Fußballwelt ein

In seinem ersten Pflichtspiel mit Frankfurt trifft Adi Hütter im Supercup gleich auf die Bayern. Dort sitzt ein ehemaliger Clubkollege auf der Bank.

Neun Jahre ist es her, dass Hütter und Kovac Kollegen bei Red Bull Salzburg waren.  SN/gepa
Neun Jahre ist es her, dass Hütter und Kovac Kollegen bei Red Bull Salzburg waren.

Adi Hütter schämte sich seiner Tränen nicht, als er am vergangenen Sonntag von den Berner Fußballfans stundenlang gefeiert wurde. "Es ist schön zu sehen, wenn man so viele Menschen glücklich machen kann", sagte der Meistermacher der Young Boys aus Bern. Es herrschte Ausnahmezustand in der Stadt nach dem ersten Titel seit 32 Jahren. Auf dem Berner Bundesplatz feierten rund 20.000 Fans Hütter und seine Spieler. Zehntausende von Zuschauern säumten die Gassen, als das Team im offenen Lastwagen durch die Altstadt zum Berner Stade de Suisse fuhr. Aus Sicherheitsgründen konnten dann "nur" 44.500 Fans im Stadion mitfeiern.

"Es waren unbeschreibliche Momente für mich. Ich verlasse Bern schweren Herzens, aber jetzt freue ich mich auch schon auf meine neue Aufgabe bei Eintracht Frankfurt", erzählte Hütter im Gespräch mit den "Salzburger Nachrichten." Und dort startet der Ex-Salzburg-Trainer gleich mit einer Aufgabe, die schwieriger nicht sein könnte. Im ersten Pflichtspiel der Saison treffen Hütters Frankfurter Anfang August im deutschen Supercup auf Bayern München. Das Duell Pokalsieger gegen deutschen Meister findet in der Frankfurter Commerzbank-Arena statt. "Da weiß man dann gleich, wo man steht. Aber es ist schon ein Hammer, wenn man sein erstes Spiel als Trainer in der deutschen Bundesliga gleich gegen die Bayern absolvieren muss. Aber andererseits kommen nicht viele Coaches in diesen Genuss, bei einem solchen Spektakel auf der Trainerbank sitzen zu dürfen", betonte Hütter.

In Salzburg folgte Kovac auf Hütter

Frankfurt gegen Bayern München wird auch zum Trainerduell der Kumpels aus gemeinsamen Zeiten bei Red Bull Salzburg: Hütter und der neue Bayern-Chef, Niko Kovac (46), standen von 2006 bis 2009 gemeinsam bei den Bullen unter Vertrag. Hütter übernahm nach seiner aktiven Zeit ab der Saison 2008/09 den Cheftrainerposten bei den Red Bull Juniors. Dort folgte ihm dann 2009 Kovac nach.

2018 treffen sich die beiden als Gegner wieder. "Dass es dabei gleich um einen Titel geht, ist schon eine ganz brisante und besondere Konstellation", erklärte Hütter, der Kovac zum Pokalsieg gratulierte und sich auch noch einmal bedankte: "Es macht die Aufgabe in Frankfurt noch reizvoller, weil wir als Cupsieger jetzt auch noch in der Europa League dabei sind."

Nach dem Schweizer Pokalfinale, in dem Hütter am Sonntag mit seinen Bernern auf den FC Zürich trifft, ist dann der Fokus nur noch auf die Eintracht gerichtet. "Der Medienauflauf bei meiner offiziellen Vorstellung in Frankfurt wird enorm sein. Jetzt tauche ich in eine völlig neue Fußballwelt ein", betonte der 48-Jährige. Mit seinem Vorgänger in Frankfurt wird es auch noch ein Gespräch geben. Dieses "Gipfeltreffen" mit Kovac findet in Salzburg statt, wo ihre Familien den Lebensmittelpunkt haben.

Aufgerufen am 22.06.2018 um 07:25 auf https://www.sn.at/sport/fussball/international/huetter-und-kovac-zwei-ex-bullen-tauchen-in-neue-fussballwelt-ein-28272847

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