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Keine magische Nacht für Schalke, Guardiola sauer

Mit einem 3:2-Auswärtssieg in Unterzahl gegen Schalke hat Englands Fußballmeister Manchester City am Mittwoch im Champions-League-Achtelfinale spät das Optimum rausgeholt. "Wir müssen einfach cleverer sein", war Trainer Pep Guardiola nach dem kuriosen Spielverlauf aber sauer. "Sehr enttäuscht" zeigte sich sein Gegenüber Domenico Tedesco. Der Ex-Schalker Leroy Sane fühlte mit seinem früheren Club.

City zog noch einmal den Kopf aus der Schlinge SN/APA (AFP)/PATRIK STOLLARZ
City zog noch einmal den Kopf aus der Schlinge

Es war in der Tat ein bitteres Ende für die Mehrheit der 54.417 Zuschauer. "Wenn man bis kurz vor Schluss 2:1 führt, hofft man natürlich auf ein anderes Ergebnis", sagte der 33-jährige Tedesco. Dass ausgerechnet Sane mit einem herrlichen Freistoßtor ins Kreuzeck nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung an alter Wirkungsstätte die Schalke-Niederlage einleitete, machte den Abend für den kriselnden deutschen Verein noch ein wenig unerträglicher.

"Ich bin glücklich darüber, dass wir noch gewonnen haben. Es war ein schwieriges Spiel heute, aber wir wissen ganz genau, was für Qualitäten wir haben, wir hören nie auf", meinte Sane, der mit einer kurzen Unterbrechung von 2005 bis 2016 bei Schalke spielte. "Respekt an die Schalker und ihre Fans", schrieb der 23-jährige deutsche Nationalspieler später auf Twitter. "Es war überwältigend, hier her zurückzukommen."

Für den Tabellenführer der Premier League dürfte der Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse im Rückspiel in Manchester nur noch Formsache sein. "Leroy Sanes Freistoß zum 2:2 war unglaublich. Er trainiert diese Situationen sehr häufig. Unterm Strich ist es ein sehr gutes Ergebnis. Wir stehen noch nicht im Viertelfinale. Aber jetzt wir haben wir natürlich sehr gute Chancen", meinte Guardiola. Dem 48-jährigen Spanier stieß allerdings einiges an der Performance seiner Millionentruppe sauer auf.

Wenig Chancen, ein 1:2-Rückstand nach zwei Elfmetern vor der Pause, viele Fehler, der Verlust von Innenverteidiger Nicolas Otamendi wegen Gelb-Rot (68.) - all das schmeckte Guardiola gar nicht. "Wir haben den ersten Elfmeter hergegeben, wir haben den zweiten Elfmeter hergeben, wir haben die Rote Karte bekommen, das ist nicht gut", meinte er. "Wir haben gut gespielt, aber wir haben einige leichte Bälle verloren, das darf man sich in diesem Bewerb nicht erlauben."

Besonders die Gegentore schmerzten. "Wir haben zwei Tore bekommen, da waren sie überhaupt nicht gefährlich", meinte Guardiola, der im Rückspiel neben Otamendi, der nach einem Foul an ÖFB-Teamstürmer Guido Burgstaller gehen musste, auch auf den zweiten Innenverteidiger Fernandinho verzichten muss. Der Brasilianer sah für sein Halten, das zum zweiten Elfmeter führte, in der 43. Minute die Gelbe Karte.

Jedenfalls müsse man am 12. März "besser sein als heute", betonte Raheem Sterling, der in der 90. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. In der Champions League ist die Bilanz der "Citizens" um einiges bescheidener als in der heimischen Premier League. Erst einmal erreichte man das Semifinale, das war in der Saison 2015/16.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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