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Kerschbaumer versetzte dem HSV Schock in letzter Sekunde

Der Hamburger SV droht erneut den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga zu verpassen. Heidenheim besiegte den ehemaligen Europacupsieger in der vorletzten Runde. Ein Niederösterreicher war in einer Hauptrolle mit dabei.

Jubel um Konstantin Kerschbaumer.  SN/APA (dpa)/Timm Schamberger
Jubel um Konstantin Kerschbaumer.

Der Hamburger SV droht die angepeilte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga erneut zu verpassen. Die Mannschaft der ÖFB-Legionäre Martin Harnik, Louis Schaub und Lukas Hinterseer verlor am Sonntag in letzter Sekunde mit 1:2 (0:0) beim Überraschungsverfolger 1. FC Heidenheim und rutschte vor dem Saisonfinale auf den vierten Tabellenplatz ab. ÖFB-Legionär Konstantin Kerschbaumer sorgte mit seinem Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit für das späte Glück der Heidenheimer. Dank des Treffers des erst nach 75 Minuten eingewechselten Niederösterreichers in der letzten Sekunde des Spiels rückte der Dorfclub auf den Relegationsplatz vor und wahrte damit ihre Chance auf den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga.

Joel Pohjanpalo (46. Minute) hatte den HSV in Führung gebracht, ein Eigentor von Abwehrspieler Jordan Beyer (80.) bescherte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Nach dem späten K.o. durch Kerschbaumer hat die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking jetzt nur noch Chancen auf die Relegation, muss angesichts eines Punktes Rückstand auf Heidenheim aber auf einen Patzer des Überraschungsteams hoffen.

Der HSV kontrollierte über weite Strecken die Partie auf der schwäbischen Ostalb, erspielte sich aber nur wenige gute Chancen. Nach sieben Minuten wären die Gäste beinahe in Führung gegangen, nach einer Ecke von Aaron Hunt landete Gideon Jungs Kopfball am Pfosten. Nicht mal 20 Sekunden nach der Pause machte es Pohjanpalo besser. Der Finne nutzte ein Missverständnis in der FCH-Abwehr und schoss frei vor FCH-Keeper Kevin Müller ins linke Eck. Gut zehn Minuten vor Schluss hatte Beyer Pech, als er eine Flanke von Marc Schnatterer mit dem Oberschenkel ins Tor abfälschte. Und dann schlug Kerschbaumer zu.

Ins Rampenlicht rückte ein weiterer Österreicher am vorletzten Spieltag: Sasa Kalajdzic gelang beim 6:0 des VfB Stuttgart bei Nürnberg ein Tor und ein Assist. Stuttgart ist als Zweiter hinter Bielefeld so gut wie fix aufgestiegen.

Quelle: SNdpa

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