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LASK stolz auf "reife Leistung" in Antwerpen

Mit einer abgeklärten Vorstellung bei Royal Antwerpen ist der LASK am Donnerstag der K.o.-Phase der Fußball-Europa-League einen Schritt nähergekommen. Auch wenn das 1:0 beim bisherigen belgischen Tabellenführer von Gruppe J keinen spielerischen Leckerbissen bot. Mann des Abends war Johannes Eggestein, der erst für den wohl schwerer verletzten Marko Raguz eingewechselt wurde und dann für das Goldtor sorgte (54.). Trainer Dominik Thalhammer bejubelte "eine reife Leistung."

"Solche Spiele muss man gewinnen, um in der Europa League die Chance auf das Weiterkommen zu haben. Das spricht für unsere aktuelle Reife", sagte gegenüber "Puls 4" auch Eggestein. Die Bremen-Leihgabe netzte nach einem Konter und Chip von Andreas Gruber überlegt ein und erhielt dafür viel Lob von Thalhammer. "Er hat es hervorragend gemacht, mit sehr viel Qualität und sehr viel Ruhe", sagte der Coach über den 22-Jährigen, der zuletzt schon beim 2:0-Erfolg über Sturm Graz seine Torpremiere für den LASK gefeiert hatte.

Die Freude Eggesteins war auch das Leid eines anderen. U21-Teamspieler Raguz verdrehte sich nach rund 40 Minuten ohne Fremdeinwirkung das Knie, an dem er schon Minuten zuvor behandelt werden hatte müssen. "Das ist extrem bitter für den Marko, er ist so ein wichtiger Spieler für uns", stellte Mittelfeldmotor Peter Michorl fest. Welche Verletzung genau der Oberösterreicher erlitten hat, wird wohl erst eine MRT-Untersuchung am Freitag zeigen - es droht ein Kreuzbandriss samt langer Pause. "Es hat schlimm ausgeschaut, er hat Schmerzen. Ich hoffe, dass es nicht das ist, nach was es ausschaut", erklärte Thalhammer dazu.

Den zweiten - wenn auch möglicherweise nicht so nachhaltigen Schock - musste der LASK in der 68. Minute mit Gelb-Rot für Routinier James Holland verdauen. Selbst danach kam Antwerpen aber nicht zu Chancen - von einem vertanen Heber in der Nachspielzeit abgesehen. "Auch in den letzten 20 Minuten haben wir noch Druck auf den Ball ausgeübt und fast nichts mehr zugelassen", konstatierte Thalhammer zufrieden.

Schon davor hatte seine Mannschaft um Defensiv-Turm Gernot Trauner "alles wegverteidigt", wie Michorl anmerkte. Dabei agierte Royal, das in der Vorwoche mit einem 1:0 gegen Tottenham überrascht hatte und gegen den LASK mit Ausnahme des erwähnten Hebers keine einzige richtig gute Chance vorfand, durchaus unerwartet. "Wir waren schon einigermaßen überrascht, dass Antwerpen seine Art zu spielen über Bord geworfen und mit langen Bällen gespielt hat. Aber auch die haben wir gut kontrolliert. Unsere letzte Abwehrlinie war da sehr konsequent", sagte Thalhammer.

Offensiv hatte der LASK eher wenige gut zu Ende gebrachte Aktionen zu bieten. "In den ersten 25 Minuten haben wir es relativ gut gemacht, Torchancen gehabt, die wir nicht zu Ende gespielt oder vergeben haben", beschrieb Michorl das Geschehen vor der Pause. Letztlich sei "die Mentalität entscheidend" gewesen, war der Wiener überzeugt.

Das Aufstiegsrennen in Gruppe J ist zur "Halbzeit" jedenfalls höchst spannend: Tabellenführer Tottenham, Antwerpen (2.) und der LASK (3.) halten bei je sechs Zählern, Schlusslicht ist das punktlose Rasgrad. Nach nun drei Wochen Pause kommt es am 26. November in Linz zum "Rückspiel" gegen Antwerpen. Michorl: "Es ist eine extrem spannende Gruppe. Wir haben im direkten Duell mit Antwerpen jetzt einen kleinen Vorteil. Aber wir wissen, dass wir zuhause wieder so eine Leistung, so eine Mentalität brauchen. Denn wenn wir zuhause nichts holen, dann war der Sieg heute wenig wert."

Quelle: APA

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