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LASK trauerte nach 2:1 gegen Besiktas Sensation nach

Der LASK trauert einer verpassten Sensation nach. Die Linzer lagen in der Qualifikation zur Fußball-Europa-League gegen Besiktas Istanbul auf Aufstiegskurs, ehe ein später Gegentreffer noch die Entscheidung zugunsten des türkischen Spitzenclubs brachte. Der 2:1-(1:0)-Heimsieg nutzte dem LASK nach dem 0:1 in Istanbul schlussendlich nichts.

Für den Lask reichte es knapp nicht zum Aufstieg SN/APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Für den Lask reichte es knapp nicht zum Aufstieg

Alvaro Negredo traf für den Achtelfinalist der vergangenen Champions League in der 90. Minute. Joao Victor (42.) hatte vor 13.900 Zuschauern auf der Gugl mit seinem Tor den Rückstand der Athletiker zuvor ausgeglichen. Der kurz davor eingewechselte Dominik Frieser scorte dann in der 68. Minute ein weiteres Mal für die Linzer, die das Spielfeld mit hängenden Köpfen verließen.

Oliver Glasner musste am Ende auf ein Spiel zurückblicken, in dem seine Elf alles richtig gemacht hatte. "Furchtlos" wollte der LASK-Trainer mit seinem Team gegen den 15-fachen türkischen Meister agieren. Die Linzer taten dies bei prächtiger Stimmung auf den in den Clubfarben schwarz-weiß dominierten Tribünen von Anpfiff an. Besiktas, das Stars wie den kroatischen Vizeweltmeister Domagoj Vida und Portugals Europameister Ricardo Quaresma wie im Hinspiel zunächst auf der Bank ließ, machte nur das Notwendigste.

Schon in den ersten Minuten versuchten die in Bestformation eingelaufenen Hausherren, dem Favoriten die Schneid abzukaufen. Besiktas versuchte den Elan der Linzer mit vielen kleinen Fouls zu stören. Aufseiten des LASK verschaffte sich der erfahrene Emanuel Pogatetz gegen Besiktas' Torjäger Cyle Larin Respekt, die Türken reklamierten nicht nur in dieser Szene beim montenegrinischen Unparteiischen Nikola Dabanovic.

Was der Partie durch die vielen Unterbrechungen auf dem Rasen fehlte, war ein gewisser Spielfluss. Als Besiktas auf ein torloses Remis zur Pause zusteuerte, belohnten sich die Linzer für ihren couragierten Auftritt. Nach einem Ballgewinn ging es schnell nach vorne, Samuel Tetteh hatte Platz, sich den Ball zu richten und fand Victor. Der Brasilianer brachte einen Haken an und schloss mit links ins lange Eck ab.

Die Gäste waren darüber nicht erfreut. Chiles Teamspieler Gary Medel packte im Zweikampf mit Peter Michorl den Ellenbogen aus und kam mit der Gelben Karte gut davon. Noch vor dem Pausenpfiff hätte der LASK nachlegen können. Von Thomas Goiginger freigespielt, tauchte Reinhold Ranftl alleine vor Tolga Zengin auf, schoss aber am Besiktas-Torhüter wie auch am Tor vorbei (45.).

Durfte Glasner mehr als zufrieden sein, reagierte sein Gegenüber Senol Günes. Mit Quaresma kam eine prominente Offensivkraft, Besiktas legte zu. Tolgay Arslan kam nach einer missglückten Kopfballabwehr von James Holland von der Strafraumgrenze gefährlich zum Abschluss, schoss aber vorbei (50.). Larin verpasste den Ball bei einer Flugeinlage um einen Meter (62.). Der LASK verteidigte jedoch weiter erfolgreich und wurde belohnt.

Goiginger leitete einen Gegenstoß ein und fand Tetteh, der noch an Zengin scheiterte. Den Abpraller verwertete der zwei Minuten zuvor eingewechselte Frieser. Bei Besiktas kam der spanische Ex-Teamspieler Negredo als neuer Mittelstürmer. Die Schlussoffensive wollte bei den Türken aber nicht zünden, bei Fouls zeigte sich der Frust. Diese trafen aus dem einzigen wirklichen Schuss auf das Gehäuse der Linzer aber doch noch. Negredo schloss nach einer Vorlage des nach vorne beorderten Pepe ab und holte sich wegen übertriebenen Torjubels noch die Gelb-Rote Karte ab.

Quelle: APA

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