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LASK will gegen FC Basel Geschichte schreiben

Nach dem 2:1-Sieg auswärts soll in Linz gegen Marcel Kollers Basler der Aufstieg fixiert werden. Die Gugl wird kurz vor dem geplanten Neubau noch zur Fußballfestung.

Thomas Goiginger im Hinspiel in Basel.  SN/GEPA pictures
Thomas Goiginger im Hinspiel in Basel.

Eigentlich ist es schade, dass das Linzer Stadion auf der Gugl bald einem Neubau weichen muss. Denn auf ihre alten Tage wird die bei den Fans mäßig beliebte Arena am Rande der Stahlstadt noch zu einer echten Fußballfestung. Vor ausverkauftem Haus empfängt der LASK am Dienstag (20.30 Uhr, live in ORF eins) den FC Basel. Kann der Vizemeister den 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigen, wartet nur noch das Play-off gegen den Sieger aus FC Brügge - Dynamo Kiew als Hürde vor der Königsklasse.

Im Vorjahr gab es auf der Gugl schon ein 4:0 gegen Lillehammer und ein 2:1 gegen Beşiktaş Istanbul, das aber wegen des Last-Minute-Gegentreffers das schmerzhafte Aus brachte. Doch das Team um die Salzburger Alexander Schlager und Thomas Goiginger ist seither gereift. Nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Leistung vom Hinspiel in der Schweiz macht die Linzer sehr zuversichtlich. Gerade weil es aber beim 2:1 gegen Basel so gut lief, mahnt Trainer Valérien Ismaël zur Vorsicht: "Wir müssen über den Punkt gehen, wir wollen das historische Ziel gemeinsam erreichen." Der Gegner werde sich kein zweites Mal so überraschen lassen: "Sie haben einfach nicht damit gerechnet, dass wir 90 Minuten pressen", sagt der Franzose. "Sie haben wohl gedacht, dass wir nach 20 Minuten müde sein werden." Ismaël rechnet nun mit vielen Räumen für seine Elf, weil die Basler auf Gedeih und Verderb werden anstürmen müssen: "Das liegt uns."

Neben dem Hinspielerfolg gab es drei Mal volle Punkte in der Bundesliga sowie einen Cupsieg für den Nachfolger von Oliver Glasner auf der LASK-Bank. An Selbstvertrauen mangelt es also sicher nicht in den Reihen der Schwarz-Weißen. Beim 1:0-Auswärtssieg am Samstag gegen die Admira ließ Ismaël Stammkräfte wie René Renner und Reinhold Ranftl überhaupt pausieren.

Basel-Trainer Marcel Koller bringt nicht nur das Hinspielresultat ins Grübeln. Weil er Albian Ajeti kürzlich an West Ham abgegeben hat und Ricky van Wolfswinkel gegen den LASK eine Gehirnerschütterung erlitt, hat er nur noch den nicht ganz fitten Kemal Ademi als Sturmspitze zur Verfügung - keine guten Vorzeichen für eine Aufholjagd.

Sein einziges Linz-Gastspiel als ÖFB-Teamchef war für Koller ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Im Herbst 2012 ging Österreich gegen die Elfenbeinküste mit 0:3 unter. Koller wunderte sich damals über die große Lücke in der Tribüne des hufeisenförmigen Stadions: "Warum ist da offen? Damit man nach Mekka sieht?" Mit dem geplanten Neubau wird auch dieser "Ausblick" Geschichte sein. Bevor aber die Sprengmeister am Altbau anrücken, will es Valérien Ismaël heute anderweitig krachen lassen: "Das Stadion muss explodieren."

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