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Leipziger Pokal-Frust vor Bayern-Schlager

Tabellenführung weg, Pokalchance dahin: Vor dem bedeutenden Schlagerspiel gegen Bayern München kommt das Tief bei RB Leipzig zur Unzeit. Der Trainer des deutschen Fußball-Bundesligisten, Julian Nagelsmann, entschied sich nach dem 1:3-Pokal-Aus bei Eintracht Frankfurt für Scherze statt Schelte. Adi Hütter und Frankfurt kommen indes vor dem Duell mit Salzburg immer besser in Fahrt.

Schwierige Zeit für Leipzig-Coach Nagelsmann SN/APA (dpa)/Jan Woitas
Schwierige Zeit für Leipzig-Coach Nagelsmann

"Wir fahren nicht nach München und singen: wir fahren nach Berlin. Das kann ich Ihnen schon mal verraten", sagte Nagelmann und hatte die Lacher der Journalisten auf seiner Seite. Oder war es Galgenhumor, den der ehrgeizige Trainer nach der entschwundenen Double-Chance auspackte? Mit Blick auf den möglicherweise die Meisterschaft vorentscheidenden Kracher am kommenden Sonntag wäre dies verständlich.

Nach den drei Rückschlägen gegen Frankfurt, Gladbach und erneut Frankfurt kommt das Gastspiel in München am Sonntag dem Tabellenzweiten denkbar ungelegen. Frankfurt zeigte die derzeitigen Schwächen Leipzigs fast exemplarisch auf: Die RB-Profis brauchen zu viele Chancen und wirken defensiv instabil. Sinnbildlich dafür war am Dienstag Ex-Salzburger Dayot Upamecano, der überspielt und physisch angeschlagen wirkt und mit einem verheerenden Fehlpass das 1:3 einleitete. "Er hat sehr viele Spiele gemacht. Das ist nie förderlich. Er muss in den Rhythmus kommen. Wir können ihm keine Pause geben, demnach muss er durch", sagte Nagelsmann.

Offensiv, wo es mehrere Optionen im kleinen Leipzig-Kader gibt, suchen mehrere Akteure ihre Hinrundenform, als Leipzig in acht Bundesliga-Partien in Serie mindestens drei Tore schoss. Topstürmer Timo Werner ist wie ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer seit drei Partien torlos. Emil Forsberg, einer der den Unterschied ausmachen kann, saß am Dienstag nach einer schwachen Vorstellung am Wochenende nur auf der Bank. "Es fehlt die letzte Effektivität. Manchmal fehlt einfach das letzte Puzzleteil, und das wird irgendwann wieder gefunden", sagte Angreifer Yussuf Poulsen salopp zu den aktuellen Schwächen.

Während kurz darauf Bremen die favorisierten Dortmunder überraschte (3:2), hatte zuvor Hütter den Plan einer 4-3-3-Formation samt frühem Pressing aufgestellt. "Das hat geklappt, ich habe eine tolle Leistung gesehen", meinte der Vorarlberger danach. "Wir haben einen Topgegner ausgeschaltet, aber es sind weitere Spitzenteams im Wettbewerb."

Die Frankfurter um Doppeltorschütze Filip Kostic und ÖFB-Abwehrchef Martin Hinteregger unterstrichen erneut ihre Qualität in K.o.-Spielen. Sportvorstand Fredi Bobic lobte: "Die Mannschaft hat es insgesamt toll gemacht. In den großen Spielen ist sie da." Am 20. Februar kommt es in Frankfurt zum Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinales gegen Red Bull Salzburg.

Quelle: Apa/Dpa

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